Köln - Fünf Stürmer mit je fünf Toren teilen sich aktuell den ersten Platz in der Torjägerliste. Robert Lewandowski, Pierre-Emerick Aubameyang, Chicharito, Anthony Modeste und Vedad Ibisevic sind bisher die treffsichersten Spieler der Saison. bundesliga.de verrät, was sie so stark macht.

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Teil 5: Robert Lewandowski

Schon wieder Lewandowski - oder die Show des genialen Polen geht weiter! Seit fünf Jahren ist Robert Lewandowski das Nonplusultra in der Bundesliga, der beste, der torgefährlichste, der zielsicherste Stürmer. Und natürlich ist er auch in der neuen Spielzeit wieder ganz vorne dabei in der Torjagerliste. Wie zu erwarten, steht der Torschützenkönig der abgelaufenen Saison schon wieder auf Platz eins des Rankings.

Lewandowski ist der Inbegriff des kompletten Stürmers. Der 28-Jährige kann per Kopf, mit rechts und links abschließen, sowohl flache Bälle in den Fuß oder in den Lauf, als auch hohe Eingaben vom Flügel verarbeiten, sich gegen mehrere Gegner behaupten und mit den offensiven Mittelfeldspielern kombinieren – bessere Angreifer gibt es in Europa momentan nicht.

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Video: Lewy vs. Auba

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Als erster in der neuen Saison bekam das der SV Werder Bremen gleich im Auftaktspiel zu spüren. Drei Mal schlug "Lewy" da zu, schoss den FC Bayern München mal eben schnell auf Platz eins der Tabelle. Gegen den FC Schalke 04 und den FC Ingolstadt folgten die nächsten beiden Treffer. Dazu kommen drei Tore im DFB-Pokal gegen Carl Zeiss Jena und eins in der Champions League gegen Rostow. Auf Lewandowski ist eben Verlass.

Wobei er in den ersten sechs Bundesliga-Spielen tatsächlich ungewohnte Schwächen zeigte. Denn immerhin hat er von seinen sieben Großchancen - keiner in der Liga hatte mehr - fünf vergeben. Und auch nur jeder sechste Torschuss des Goalgetters - seine 32 Versuche sind ligaweit die meisten - landete bisher im Netz.

Ausländerrekord mit 30 Treffern

Egal, seiner genialen Torquote hat das keinen Abbruch getan. Vier Mal in sechs Jahren Bundesliga hat Lewandowski schon 20 oder mehr Tore in einer Saison erzielt. 2015/16 wurde er zum zweiten Mal nach 2013/14 (20 Tore für Dortmund) Torschützenkönig. Dabei stellte er mit 30 Saisontoren einen neuen Ausländerrekord auf (bisher 29 Tore von Klaas-Jan Huntelaar aus der Spielzeit 2011/12) und war der erste Spieler seit 39 Jahren (Dieter Müller 1976/77 mit 34 Treffern), der die 30-Tore-Marke knacken konnte.

Im Schnitt erzielte Lewandowski in seiner bisherigen Bundesliga-Karriere alle 123 Minuten ein Tor – unter den Spielern, die mindestens 50 Bundesliga-Spiele bestritten, ist das der drittbeste Wert. Nur Gerd Müller und Mario Gomez waren noch effektiver (105 bzw. 117 Minuten pro Tor). Und für seine ersten 50 Bundesliga-Tore für den FC Bayern brauchte er nur 64 Spiele: so schnell war kein anderer Spieler in der Bundesliga-Historie, nicht einmal Gerd Müller (der brauchte dafür 83 Spiele).

Platz in den Top Ten winkt

126 Tore in 200 Bundesliga-Spielen stehen bis heute für Lewandowski zu Buche, im Schnitt macht er 0,61 Tore pro Spiel. Schon jetzt ist er damit der 25. erfolgreichste Spieler aller Zeiten in der Bundesliga. Kommt er in dieser Saison "nur" auf insgesamt 20 Treffer, würde er sich schon auf mindestens Platz 17 vorschieben. Und mit gerade einmal 28 Jahren hat der polnische Nationalspieler ja voraussichtlich noch einige Jahre als Profi vor sich. Ein Platz in den Top Ten ist für ihn allemale drin - gerade 40 Tore fehlen, um Hannes Löhr (166) auf Platz zehn einzuholen. Hält er seine Quote, kann Lewy diese Marke schon in zwei Jahren erreichen. Es wäre keine Überraschung.