Zusammenfassung

  • Der Bayern-Stürmer spricht nach dem Sieg gegen Nürnberg über taktische Umstellungen beim Rekordmeister.
  • Lewandowski freut sich, dass die Bayern kein Gegentor kassiert haben.
  • "Wir haben immer noch einen großen Abstand zu Dortmund", sagt der 30-Jährige.

München - Auf "Mr. Doppelpack" war beim FC Bayern München einmal mehr Verlass. Zum 50. Mal erzielte Robert Lewandowski in einem Bundesliga-Spiel mehr als einen Treffer. Zunächst war der Pole nach einer Ecke von Joshua Kimmich per Kopf erfolgreich (9.), dann staubte er nach einem Lattenkracher von Leon Goretzka ab (24.) und ebnete dem Rekordmeister damit den Weg zu einem ungefährdeten 3:0-Erfolg über den 1. FC Nürnberg.

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Neben der herausragenden Offensivleistung des Torjägers sorgte auch das erste Bundesliga-Heimspiel ohne Gegentor in dieser Saison für große Zufriedenheit beim Rekordmeister. Lewandowski selbst erklärte nach dem zweiten Sieg nacheinander im Gespräch mit den Journalisten das momentane Erfolgsrezept - und gab einen selbstbewussten Ausblick auf die restlichen Spiele bis zur Winterpause.

Frage: Robert Lewandowski, 3:0 gegen Nürnberg, Sie selbst haben zwei Tore geschossen - wie zufrieden sind Sie?

Robert Lewandowski: Für uns war es das kleine Derby. Es war sehr wichtig, dass wir drei Tore geschossen und keines bekommen haben. Wir haben gut gespielt und hatten das ganze Spiel unter Kontrolle. Nürnberg hat wenig Fußball gespielt, sie wollten einfach nur hinten stehen und das Tor zubetonieren. Da ist es manchmal offensiv nicht so leicht, aber zum Glück haben wir drei Tore geschossen.

Frage: Wie sehr hilft Ihnen die taktische Umstellung, dass Thomas Müller jetzt wieder im Zentrum spielt?

Lewandowski: Ich denke, es läuft für beide Seiten. Für Thomas ist es auch besser, wenn er mit mir spielen kann. Wir können auch zusammen spielen, das haben wir heute auch ein paar Mal versucht. Es ist immer ein Spieler mehr im Strafraum, das bedeutet, dass ich mehr Platz habe und nicht gegen zwei oder drei Gegner kämpfen muss. Wir sind so flexibler und haben mehr Optionen, auch wenn wir auf außen den Ball haben.

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Frage: War es vielleicht auch wichtiger, in der Bundesliga mal wieder zu null zu spielen?

Lewandowski: Das ist für die ganze Mannschaft wichtig, denn die ganze Mannschaft arbeitet auch defensiv. Das bedeutet, dass wir im nächsten Spiel von hinten heraus noch schneller, noch besser und selbstbewusster spielen können. Dieser Sieg-Trend ist für uns in diesem Moment auch wichtig, weil wir in der Bundesliga schon genug Punkte verloren haben. Egal wo wir spielen, wir müssen diese Punkte holen, mindestens bis zum Ende des Jahres.

Frage: Wie wichtig ist der Gruppensieg in der Champions League, auch mit Blick auf das Achtelfinale?

Lewandowski: Wir spielen in Amsterdam gegen eine richtig gute Mannschaft mit vielen jungen Spielern, die sehr talentiert sind. Aber wir müssen unseren Fußball zeigen, obwohl wir schon durch sind. Aber es ist noch ein Kampf um den ersten Platz und der ist für uns auch wichtig.

Durfte gegen Nürnberg zweimal jubeln: Robert Lewandowski (l.). Teamkollege Thomas Müller kann ihn kaum halten
Durfte gegen Nürnberg zweimal jubeln: Robert Lewandowski (l.). Teamkollege Thomas Müller kann ihn kaum halten © gettyimages / Alex Grimm

Frage: Was macht Sie sicher, dass die Bayern jetzt konstant stark bleiben - zumindest bis Jahresende?

Lewandowski: Wir haben wieder unseren Rhythmus. Das bedeutet, dass wir in jedem Spiel auch defensiv stärker spielen. Dann können wir offensiv mehr machen. Es funktioniert alles zusammen. Auf der anderen Seite heißt das auch, wenn du offensiv kreativer bist und mehr Chancen kreierst, musst du defensiv die Form hochhalten. Dieser Automatismus kommt wieder. Für die ganze Mannschaft und für jeden Spieler ist es wichtig, dass wir diesen Rhythmus wieder haben.

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Frage: Ist die Aufholjagd auf Borussia Dortmund eröffnet?

Lewandowski: Wir müssen erstmal an uns denken. Wir haben immer noch einen großen Abstand zu Dortmund. Wir müssen erstmal diesen Sieg-Trend halten. Wenn wir von Sieg zu Sieg gehen, können wir in der Pause im Januar schauen, wie viele Punkte wir haben. In diesem Moment müssen wir auf unseren Fußball schauen. Wir haben schon genug Punkte verloren. Es wäre besser, wenn wir erstmal unseren Job machen. Wenn wir unseren Job gut machen, können wir woanders hinschauen.

Aus München berichtet Maximilian Lotz