Suwon - Tomas Rincon musste die Trainingseinheit am Freitag vorzeitig beenden. Nach den Stabilisationsprogramm mit Athletikcoach Nikola Vidovic suchte der Venezolaner das Gespräch mit Mannschaftsarzt Dr. Philip Catala-Lehnen. Statt mit seinen Kollegen die weiteren Übungen zu absolvieren, nahm er betrübt auf der Bank platz.

"Ich habe wieder Schmerzen gespürt. Wir haben zusammen entschieden, dass ich vorsichtshalber abreche", berichtete Rincon anschließend. Die chronische Schienbeinentzündung begleitet den Mittelfeldspieler schon seit einigen Monaten.

Eine Verletzung aus dem letzten Jahr ist die Ursache für die Schmerzen, die ihn auch zum Ende der vergangenen Saison Probleme bereiteten. Doch nach der Rückkehr aus dem Urlaub und einem individuellen Trainingsprogramm in den ersten Tagen in Hamburg, war Rincon zunächst beschwerdefrei. Nun kam der Rückfall. "Die Schmerzen sind anders, aber immer noch da."

Mittelfeldspieler wird vorerst fehlen



Nach der Rückkehr aus Südkorea sollen am Dienstag eine Kernspintomografie sowie eine Blutuntersuchung im UKE genaueren Aufschluss über die Verletzung und vor allem über die weitere Behandlung geben. Die Entzündung könne sowohl konservativ als auch mit einer Operation behandelt werden, erklärte Rincon. Letzteres würde eine Zwangspause von rund acht Wochen bedeuten.

Doch auch ohne operativen Eingriff wird der Nationalspieler eine längere Zeit fehlen, da zur Verletzung auch noch die verpasste Vorbereitungszeit kommt: "Ich kann nur spielen, wenn ich auch richtig fit bin. Das ist wichtig für mein Spiel."