Lars Ricken, seit Sommer 2008 Nachwuchskoordinator bei Borussia Dortmund, beendet seine aktive Fußball-Laufbahn. Bis zuletzt hatte der 32-Jährige "Ur-Dortmunder", der seit 1990 für den BVB spielt, noch im Kader der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund gestanden.

"Meine neue Aufgabe als Verantwortlicher im Nachwuchsbereich des BVB macht mir Riesenspaß, fordert aber auch mein totales Engagement und lastet mich voll aus", sagte Ricken zu seinem Entschluss, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Da er gemeinsam mit der sportlichen Leitung des BVB weitere Projekte anstoßen und zusätzliche Aufgaben übernehmen wolle, so Ricken, sei jetzt der richtige Zeitpunkt zum Rücktritt gekommen. "Auch wenn ich mich körperlich noch gut fühle, bin ich doch der Überzeugung, dass es für mich nach 15 Profijahren auch aus gesundheitlichen Gründen richtig ist, mit dem Leistungssport aufzuhören," sagte Ricken.

In wenigen Sekunden zur Unsterblichkeit

Lars Ricken hatte seine Fußball-Laufbahn beim TuS Eving-Lindenhorst begonnen, bevor er über den TSC Eintracht Dortmund 1990 zur Borussia kam. Bereits mit 17 Jahren berief ihn der damalige BVB-Cheftrainer Ottmar Hitzfeld in den Lizenzspieler-Kader. Insgesamt 301 Bundesligaspiele bestritt der Offensivspieler für die Dortmunder. Dabei erzielte er 49 Tore. In 74 Europapokalspielen traf er 14 Mal ins gegnerische Tor.

Sein Tor zum 3:1-Erfolg beim Champions-League-Sieg 1997 in München gegen Juventus Turin machte den jungen Dortmunder weltberühmt. In der 70. Spielminute kam er ins Spiel und keine 20 Sekunden nach seiner Einwechslung traf er mit seinem ersten Ballkontakt ins Tor der Italiener.

Zu den Höhepunkten der Laufbahn von Lars Ricken zählen darüber hinaus die drei deutschen Meisterschaften mit Borussia Dortmund 1995, 1996 und 2002 sowie insgesamt 16 A-Länderspiele für Deutschland.