München - Rekordmeister Bayern München will den Fehlstart in die 49. Bundesliga-Saison vergessen machen und als "FC Bayern Deutschland" nach dem Vorbild der zaubernden DFB-Auswahl zurück zu alter Stärke finden.

"Ich war begeistert, sie haben sehr, sehr gut und sehr schnell gespielt", sagte der Münchner Mittelfeldstar Franck Ribery über das 3:2 (0:0) der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien, an dem acht Bayern-Profis mitgewirkt hatten: "Viele deutsche Nationalspieler - das ist auch sehr gut für die Automatismen beim FC Bayern, weil sich alle perfekt kennen."

Schwung durch Nationalspieler

Der Franzose, der nach seiner Sprunggelenksverletzung auf einen Einsatz mit der "Equipe tricolore" im Länderspiel gegen Chile (1:1) verzichtet hatte, hofft jetzt, dass die Auswahlkicker den Schwung mit in das Spiel beim VfL Wolfsburg nehmen.

"Wenn man Erfolg mit der Nationalmannschaft hat, ist das zwei, drei Tage lang gut für den Kopf", sagte Ribery. Zudem versuche Coach Jupp Heynckes, bei den Münchnern einen ähnlichen Spielstil einzuführen, wie ihn Bundestrainer Joachim Löw pflegt - auch davon könnten die Bayern nur profitieren.

"Gladbach ist vergessen"

"Gladbach ist vergessen", stellte Ribery mit Blick auf die 0:1-Niederlage zum Saisonstart fest: "Jetzt müssen wir aber in Wolfsburg gewinnen, das ist sehr wichtig." Doch nicht nur das Treffen mit dem früheren Bayern-Coach Felix Magath am Samstag sei richtungweisend, müssen die Bayern doch fünf Spiele in 15 Tagen bestreiten. "Wir wollen drei Spiele in Folge gewinnen", kündigte Ribery mit Blick auf die Aufgaben beim VfL, in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Zürich am kommenden Mittwoch und gegen den Hamburger SV drei Tage darauf an.

Nach dem Rückspiel beim Schweizer Vize-Meister am 23. August folgt am 27. August die Reise zum 1. FC Kaiserslautern, wo die Bayern im vergangenen Jahr 0:2 verloren. Ribery glaubt, den Schlüssel dafür zu kennen, um eine ähnliche Pleite zu verhindern. "Wir brauchen mehr Aggressivität in unserem Spiel und dürfen nicht nur abwarten", sagte er.

Ribery selbst hofft, nach seinem Kurzeinsatz gegen Mönchengladbach in Wolfsburg von Beginn an ran zu dürfen. "Ich will immer spielen, und ich kann spielen. Am Samstag bin ich dabei. Ich brauche das für meinen Rhythmus, für mein Gefühl", sagte er. Doch dem 28-Jährigen ist auch bewusst, "dass ich Gas geben muss", zumal "die Gegner gegen uns immer 200 Prozent geben".