Köln - Im Rhein-Derby am 30. Spieltag (Sa., ab 15.00 Uhr im Liveticker) will Bayer 04 Leverkusen seinen Champions-League-Platz verteidigen, für den 1. FC Köln hingegen geht es vor allem um Wiedergutmachung für das Hinspiel.

Nach der 1:5-Niederlage in der BayArena am 13. Spieltag wollen die Kölner zeigen, dass diese Partie ein Ausrutscher war. Spielerisch konnte der FC über weite Strecken mithalten - das ist auch im Rückspiel das Ziel. Mit einer großen Portion Mut und Willen will die Elf vor heimischem Publikum punkten.

Rettung für Köln ist nah

Ein weiterer Ansporn: Die Kölner können in der Partie den letzten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Mit aktuell 34 Zählern auf dem Konto steht das Team von Peter Stöger vor der Abstiegszone, mit einem Sieg gegen den Rhein-Rivalen wäre der Bundesliga-Verbleib wohl in trockenen Tüchern.

Aber um gegen die zuletzt erfolgsverwöhnten Leverkusener zu gewinnen, bedarf es einiger Anstrengungen, derer FC Kölns Abwehrspieler Kevin Wimmer weiß: "Das Spiel wird keine leichte Aufgabe. Wir werden versuchen, uns über 90 Minuten voll reinzuhauen. Wir werden uns nicht kampflos ergeben, sondern alles unternehmen und dann hoffentlich auch ein positives Ergebnis mitnehmen."

Bayer stellt Vereinsrekord ein

Aber die Werkself geht mit viel Rückenwind in das Nachbarschaftsduell: Durch den 4:0-Erfolg gegen Hannover 96 zog Bayern an Borussia Mönchengladbach vorbei und steht so momentan auf dem begehrten 3. Tabellenplatz. Und ganz nebenbei stellte das Team von Roger Schmidt einen Vereinsrekord ein: Sieben Siege in Folge feierte die Werkself! 

Aus dem starken Kollektiv sticht Stefan Kießling aktuell noch heraus: Nachdem der Stürmer eine Durststrecke überwunden hat, traf er in den letzten drei Spielen vier Mal.

Castro fehlt - Rolfes träumt

Die Werkself muss allerdings den Ausfall von Gonzalo Castro kompensieren. Der Mittelfeld-Allrounder zog sich beim Training am Mittwochvormittag einen Meniskusriss zu - für ihn ist die Saison beendet. Ein Kandidat, der Castro ersetzen könnte, ist Simon Rolfes.

Und der Routinier, der im Sommer seine Karriere beendet, hat einen Traum für Samstag: "Ein Tor zum Abschied gegen Köln - das wär's. Für mich würde sich der Kreis schließen."

Stöger schämt sich nicht für Magerkost

Das wird aber kein leichtes Unterfangen, denn Timo Horn und die Kölner Defensive stellten jüngst eine neue Bundesliga-Bestmarke auf: Das torlosen Unentschieden in Berlin war das achte in dieser Saison!

Für Trainer Peter Stöger ist diese Magerkost überhaupt kein Grund zum Schämen. "Die Konkurrenten sollten sich hinterfragen, warum es so schwer ist, uns zu schlagen", gab der Österreicher zu bedenken.