München - Bayer Leverkusen muss am Ostersamstag zum Rhein-Derby zu Fortuna Düsseldorf. Dabei will die "Werkself" den Abstand auf Platz vier wahren oder nach Möglichkeit sogar ausbauen. "Wir sind in der guten Position, dass wir nicht auf andere gucken müssen. Wir müssen nur schauen, dass wir genug Punkte holen, um unseren Platz zu verteidigen", sagte Teamchef Sami Hyypiä.

Das auswärtsschwache Hannover 96 muss zum FC Augsburg. Die Augsburger wollen den Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz weiterhin verkürzen. Zeitgleich tritt die Hoffenheim bei Schalke an. Für die Kraichgauer geht es womöglich schon darum, eine Vorentscheidung im Abstiegskampf zu verhindern (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Beim Rhein-Derby in Düsseldorf kann sich Bayer Leverkusen der Unterstützung seiner Fans gewiss sein. "Das registrieren wir Spieler sehr wohl", sagt Kapitän Simon Rolfes und ergänzt "mit Hilfe der Fans wollen wir unbedingt einen Sieg holen, der uns im Kampf um Platz drei richtig nach vorne bringen würde". Teamchef Sami Hyypiä hofft, dass seine Elf nach der Länderspielpause eine starke Leistung abrufen kann. "Wir wissen, dass wir es in Düsseldorf mit einem guten Gegner zu tun bekommen, der gerade zuhause sehr stark ist und im Winter noch einige gute Leute geholt hat. Aber ich bin überzeugt, dass unsere Mannschaft am Samstag bereit ist, um die drei Punkte mitzunehmen", sagte der Finne.

Das ausverkaufte Stadion in Düsseldorf sieht Hyypiä dabei eher als zusätzliche Motivation. "Es gibt doch für Profis nichts Besseres, als in einer solchen Atmosphäre zu spielen", betonte er. In der Rolle des Gejagten fühlt sich der Ex-Profi offenkundig wohl. "Wir sind in der guten Position, dass wir nicht auf andere gucken müssen. Wir müssen nur schauen, dass wir genug Punkte holen, um unseren Platz zu verteidigen", sagte der Teamchef.

Die Fortuna hat aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. In Leverkusen verloren die Düsseldorfer mit 2:3, vergaben dabei in der Schlussphase einige Hochkaräter. Nun wäre ein Sieg besonders wichtig, um die herannahenden Augsburger auf Distanz zu halten.

Bei Bayer plagt sich Ersatztorhüter Michael Rensing im Moment mit Rückenschmerzen herum. Karim Bellarabi befindet sich noch im Aufbautraining und steht nicht zu Verfügung. Fortuna-Coach Norbert Meier muss auf Adam Bodzek (Oberschenkelprellung) und Genki Omae (Rippenprellung) verzichten. Der langzeitverletzte Bruno Soares fällt ebenfalls aus.



Schiedsrichteransetzungen

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl hat gegen Hannover die Qual der Wahl, zumindest auf der Torwart-Position. Nachdem Mohamed Amsif in den letzten Wochen den verletzten Alexander Manninger erstklassig vertrat, ist der Österreicher nach auskuriertem Muskelfaserriss wieder fit. Die angeschlagenen Daniel Baier und Sascha Mölders sollen bis Samstag ebenfalls einsatzfähig sein.

Dann wird der FCA erstmals auf dem in der Länderspielpause frisch verlegten Rasen in der SGL-Arena auflaufen. "Wir haben uns nun eine Ausgangssituation erarbeitet, durch die wir in der Lage sind, unsere Ziele zu erreichen", sagt ein optimistischer Weinzierl, der gegen die Niedersachsen aber auf den gelbgesperrten Tobias Werner verzichten muss. Im Moment stehen die Schwaben mit vier Punkten Vorsprung auf Hoffenheim auf dem Relegationsplatz. Auf das rettende Ufer fehlen noch fünf Zähler.

Die Gäste aus Hannover suchen vor allem auswärts immer noch nach ihrer Form, wie lediglich zwei Siege in der Fremde nachhaltig belegen. Den bislang letzten Auswärtserfolg feierte die Elf von Mirko Slomka am 11. Spieltag beim 4:2 in Stuttgart.

Umso ärgerlicher ist es für die "Roten", dass in Augsburg mit Sergio da Silva Pinto und Mame Diouf gleich zwei Leistungsträger wegen Sperren zuschauen müssen. Für da Silva Pinto dürfte Manuel Schmiedebach in die Anfangsformation rücken, für Diouf entweder Artur Sobiech oder Jan Schlaudraff.

"Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr positiv. Es wurde intensiv und konzentriert auf die Begegnung hingearbeitet", erklärte Slomka im Vorfeld. In der Hinrunde gewann 96 zuhause souverän mit 2:0 gegen den FCA. Ein ähnliches Ergebnis werden die Hannoveraner auch in Augsburg anpeilen, um im Saison-Endspurt nochmals an die Europapokal-Ränge heranzurücken.



Schiedsrichteransetzungen

"Als Spieler war ich auf Schalke, aber jetzt bin ich für das Hoffenheimer Blau-Weiß zuständig. Mit 1899 will ich am Samstag gewinnen", sagt Hoffenheims Trainer Marco Kurz vor dem Auswärtsspiel im Ruhrgebiet. Eine gute Leistung sei "die Basis für einen Erfolg". "Schalke entwickelt über die Außen, aber auch über die Zehner-Position eine ungeheure Wucht nach vorne. Deshalb muss auch in dieser Partie eine solide Defensive unser Fundament sein", meinte Kurz weiter. "Aber darauf aufbauend müssen wir mutig sein und nach vorne immer wieder Nadelstiche setzen." Vor allem über die eigenen offensiven Außenspieler sieht er die Möglichkeit zu Chancen und auch Toren zu kommen.

Die Schalker haben gehörigen Respekt vor dem Gegner aus dem Kraichgau - trotz der Tabellensituation. "Uns erwartet eine schwierige Aufgabe, auch wenn es vom Papier her anders ausschaut. Ich erinnere nur an die Duelle mit Fürth und Augsburg in der Rückrunde, da haben wir uns auch sehr schwer getan. Die TSG hat in den vergangenen drei Spielen nur ein Gegentor kassiert. Das zeigt, dass unser Gegner defensiv stabiler geworden ist", warnt Kapitän Benedikt Höwedes.

Für die Partie auf Schalke kann Kurz personell beinahe aus dem Vollen schöpfen. Nur die Rekonvaleszenten Chris, Sejad Salihovic, Sebastian Rudy und Boris Vukcevic sind keine Option. Bei den Gastgebern fallen weiterhin Lars Unnerstall (Knie-OP) und Klaas-Jan Huntelaar (Innenbandteilriss im Knie) aus, ebenso Jermaine Jones, der sich beim Länderspiel für die USA eine Fleischwunde zuzog. Kyriakos Papadopoulos und Ibrahim Afellay befinden sich noch in der Reha.



Schiedsrichteransetzungen



Vorschau: VfB-BVB | SCF-BMG | M05-BRE