Frankfurt/Main - Bundestrainer Joachim Löw hat Marco Reus als einzigen Neuling in das 23-köpfige Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen Uruguay am 29. Mai in Sinsheim sowie die beiden EM-Qualifikationsbegegnungen am 3. Juni gegen Österreich in Wien und am 7. Juni gegen Aserbeidschan in Baku berufen.

Erstmals seit seinem letzten Einsatz im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland in Moskau am 10. Oktober 2009 steht Simon Rolfes wieder im DFB-Kader.

Löw lobt Reus und Rolfes

Zur Nominierung des 21 Jahre alten Mönchengladbachers Reus, der bereits im vergangenen Jahr zweimal in einem Länderspiel-Aufgebot stand, aber jeweils aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen musste, sagt Bundestrainer Löw: "Marco hat eine interessante Entwicklung gemacht und gute Perspektiven. In den vergangenen Wochen hat er in der Bundesliga sehr stark gespielt und war auch enorm torgefährlich. Marco hat eine neue Einladung verdient."

Über das Comeback des 29 Jahre alten Leverkuseners Rolfes, der bisher 21 Länderspiele bestritt und zum EM-Aufgebot 2008 gehörte, sagt Löw: "Nach langer Verletzungspause ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, Simon wieder eine Chance zu geben. Wir hatten ihn nie abgeschrieben. Er hat sich in diesem Jahr hart herangearbeitet und war oft in guter Verfasssung."

Ballack weiterhin nicht dabei

Im Vergleich zum deutschen Aufgebot für die Länderspiele im März 2011 gegen Kasachstan und Australien fehlen diesmal der verletzte Jerome Boateng und Per Mertesacker. Löw erläutert zum Verzicht auf Mertesacker: "Wir haben gemeinsam beschlossen, dass er diesmal nicht dabei ist. Er soll die Zeit nutzen, um seine Verletzungen auszukurieren und für die neue Saison zu regenerieren."

Ähnlich ist die Situation bei Heiko Westermann, dem der Bundestrainer eine Nominierung für die kommenden drei Länderspiele in Aussicht gestellt hatte. Nach einem gemeinsamen Gedankenaustausch soll Westermann jedoch die Sommerpause ebenfalls dazu nutzen, eine längere Regenerationsphase einzulegen.

Michael Ballack gehört dem Nationalmannschaftskader, der sich am 26. Mai in Frankfurt am Main trifft, nicht an. Bundestrainer Joachim Löw betont: "Michael wird für die kommenden drei Länderspiele nicht nominiert. Die Entscheidung ist mit ihm besprochen. Wir standen in den vergangenen Wochen in ständigem Kontakt, unter anderem haben wir uns Ende März persönlich getroffen."