Monaco - In seinem 100. Champions-League-Spiel will sich Borussia Dortmund den Traum vom ersten Halbfinal-Einzug seit vier Jahren erfüllen. "Wir sind noch im Wettbewerb und wollen in diesem Wettbewerb bleiben", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel vor dem Viertelfinal-Rückspiel am Mittwoch beim AS Monaco.

Trotz der 2:3-Niederlage im Hinspiel flogen die Westfalen am Dienstag mit großem Optimismus Richtung Cote d'Azur. Hier sind fünf Gründe, die für ein Weiterkommen des BVB sprechen:

1) Der Aubameyang-Faktor

Pierre-Emerick Aubameyang blieb im Hinspiel ohne Tor. Eine Seltenheit, bei seinen bisherigen 33 Pflichtspieltreffern 2016/17. Noch seltener kam es vor, dass er gleich zwei Mal in Folge nicht getroffen hat. Der Gabuner, der in einer Rekordzeit von 3,7 Sekunden die ersten 30 Meter zurückliegt, dürfte für die monegassische Innenverteidigung um Kamil Glik und Jemerson eine große Heruasforderung darstellen. Und außerdem wird er es allen beweisen wollen, schließlich traf er bei seiner Leihe 2010/11 im Trikot von Monaco nur zweimal.

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2) Gelbe Wand auf Tour

Die Heimstärke von Dortmund hat auch viel mit der "Gelben Wand" zu tun. Die Dortmunder Südtribüne fasst alleine weit mehr Zuschauer als das gesamte Stadion von Monaco. Die Monegassen haben mit nur 9.000 den geringsten Zuschauerschnitt in Frankreich, deshalb dürften die zahlreichen Borussen mit ihrem Support beinahe schon für Heimspielspielatmosphäre sorgen.

3) Die Rückkehr des Rolls-Reus

Der große Hoffnungsträger bei der schwierigen Mission im Fürstentum heißt Marco Reus. "Sein Ausfall hat unendlich geschmerzt. Er ist ein ganz wichtiger Faktor. Er verändert unser Spiel alleine durch seine Anwesenheit", sagte Tuchel.

Nationalspieler Reus hatte gegen Eintracht Frankfurt (3:1) nach sechswöchiger Verletzungspause mit seinem dritten Saisontor ein erfolgreiches Comeback gegeben und damit Tuchel trotz der Hinspielniederlage Mut für das Rückspiel in der Königsklasse in Monaco gemacht.

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Hat Reus das Tor des 29. Spieltags erzielt?

4) Alle für Marc Bartra

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Gerade für einen Spieler, der nicht dabei sein kann, wird die Mannschaft alles geben: Marc Bartra verletzte sich nach dem Bombenanschlag vor dem Hinspiel an der Hand. Der Vorfall ließ das Team noch enger zusammenrücken: "Wir haben in den letzten Tagen einen enormen Teamgeist entwickelt", erklärte Reus auf der Pressekonferenz.

5) Der BVB kann Aufholjagd

Die Historie belegt: Dortmund sollte man niemals abschreiben. Als bestes Beispiel dient das Champions-League-Viertelfinale 2013 gegen Malaga, wo der BVB einen 1:2-Rückstand kurz vor Schluss noch in der Nachspielzeit drehen konnte. Neben Felipe Santana traf damals übrigens: Marco Reus.