93 Teilnehmer waren in Kamen dabei. So viele Reporter, Behindertenfanbeauftragten und Nutzer konnte die DFL vorher noch nie begrüßen - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA
93 Teilnehmer waren in Kamen dabei. So viele Reporter, Behindertenfanbeauftragten und Nutzer konnte die DFL vorher noch nie begrüßen - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA
Bundesliga

DFL-Sehbehindertenreporter-Seminar mit Teilnehmerrekord

Köln - Wenn der Hamburger SV gegen den FC Bayern München die Rückrunde eröffnet, werden die Augen der knapp 57.500 Fans im Volksparkstadion auf das Spielfeld gerichtet sein - sollte man zumindest annehmen. Tatsächlich werden sich unter den Stadionbesuchern aber auch einige Fans befinden, die das Spiel allein mit den Ohren verfolgen. Für diese blinden und sehbehinderten Fans gibt es in Deutschland flächendeckend einen ganz speziellen Kommentar. Kurz vor dem Rückrundenstart kamen die Sehbehindertenreporter auf Einladung der DFL Deutsche Fußball Liga zu ihrer jährlichen Schulung zusammen und arbeiteten zwei Tage intensiv daran, dass das Ohr ihrer Zuhörer jederzeit auf Ballhöhe ist.

Intensive Arbeit in drei Workshops

93 Seminarteilnehmer aus 24 Clubs fanden sich in der Sportschule Kamen-Kaiserau ein. Damit wurde die bisherige Rekordteilnehmerzahl um ein Drittel übertroffen. Neben den Reportern waren auch zahlreiche Behinderten-Fanbeauftragte und sehbehinderte Fans in Kamen vertreten. "Die hohe Teilnehmerzahl bestätigt die DFL auf ihrem Weg, die Serviceangebote für alle Stadionbesucher - auch blinde und sehbehinderte - im engen Austausch mit den Clubs und den Nutzerinnen und Nutzern weiter zu qualifizieren.", erklärte Arne Stratmann, Referent Fanangelegenheiten der DFL.

Stratmann führte durch die Veranstaltung und wurde dabei von seinen DFL-Kolleginnen Katharina Baumann und Sabrina Lehmann sowie Björn Nass vom Zentrum der Sehbehinderten- und Blindenreportage (ZSBR) der AWO, das von der Bundesliga-Stiftung gefördert wird, unterstützt. Auch aufgrund der Gruppenstärke wurde allerdings die meiste Zeit in Workshops gearbeitet. Schon im Vorfeld wurde das Teilnehmerfeld in drei Gruppen aufgeteilt. In jeder der Gruppen brachten neben den Reportern auch Behinderten-Fanbetreuer und blinde und sehbehinderte Fans ihre Expertise ein.