München - Am 32. Spieltag wird zum letzten Mal in dieser Saison ein Topspiel am Samstagabend ausgetragen. Bayer Leverkusen trifft ab 18:30 Uhr auf den BVB, der sich für die 0:1-Heimniederlage aus der Hinrunde revanchieren will.

Welches Team aber ist der inoffizielle "Meister des Topspiels" - in der laufenden Spielzeit und insgesamt? Und welche Spieler drehen am Samstagabend besonders auf? bundesliga.de hat Rekorde und Kuriositäten zum Topspiel gesammelt.

Jubelt wieder Bayer?

In der Hinrunde überraschte Bayer Leverkusen mit einem 1:0-Sieg bei Borussia Dortmund (zum Video) - das Spiel wurde ebenfalls am Samstagabend ausgetragen. Insgesamt vier Mal war dieses Duell bislang ein Topspiel. Zwei Mal setzte sich Leverkusen durch (1:0, 2:0), ein Mal gab es ein Unentschieden (0:0) und ein Mal gewann der BVB (3:0). Sollte Dortmund am kommenden Samstag die Oberhand behalten, wäre die Statistik also wieder ausgeglichen.

Robben dreht im Topspiel auf

Arjen Robben ist der ungekrönte "König des Samstagabends". Bayerns Flügelflitzer hat in seinen bislang 24 Topspielen insgesamt 20 Tore erzielt - das ist einsame Spitze. Dabei ist Robben an diesem Termin deutlich treffsicherer als zu anderen Anstoßzeiten ("nur" 35 Tore in 79 Spielen). Der Niederländer ist bekannt dafür, in den wichtigen Spielen noch einmal eine Schippe draufzulegen. Auch Marco Reus (22 Spiele/12 Tore) und Claudio Pizarro (20/10) sind in den Samstagabendspielen äußerst treffsicher. Die beste Quote hat Kevin Kuranyi, der in nur fünf Samstagabendspielen fünf Mal traf. In der laufenden Saison liegen Robben und Adrian Ramos mit vier Toren vorne, wobei der Hertha-Stürmer ein Spiel weniger (5) bestritt.

Wolfsburg top, Hamburg flop

In der laufenden Saison fühlt sich der VfL Wolfsburg am Samstagabend pudelwohl Die Wölfe holten in sechs Spielen insgesamt 15 Punkte (2,5 pro Spiel). Zum Vergleich: An den anderen Terminen musste sich der VfL mit 1,5 Punkten pro Spiel zufrieden geben. Überboten wird diese Quote nur vom SC Freiburg, der allerdings nur gegen Nürnberg (3:2) am Samstagabend antrat. Drei Teams hatten gar kein Samstagabendspiel (Augsburg, Mainz und Hoffenheim), vier blieben sieglos (Hamburg, Nürnberg, Braunschweig, Stuttgart). Vor allem der HSV hatte mit nur einem Punkt in fünf Spielen eine regelrechte "Topspiel-Allergie".

Drei Spiele, zehn Tore

Der Karlsruher SC ist historisch das torhungrigste Team am Samstagabend. Die Badener trafen im Schnitt pro Topspiel 3,3 Mal, sie bestritten allerdings auch nur drei Partien. Am häufigsten am Samstagabend traten nicht die Bayern (46 Mal), sondern der BVB (47) an. Die beste Quote hat Hansa Rostock, das jedoch nur einmal am Samstagabend antrat und gewann. Von den Teams, die häufiger als fünf Mal spielten, haben die Bayern die beste Bilanz (1,9 Punkte pro Spiel). Die Münchner und der BVB erzielten am Samstagabend die meisten Tore (jeweils 100), die meisten Gegentore kassierte der HSV (61). Beste Unterhaltung boten die Spiele des VfB Stuttgart, 4,2 Tore fielen in den VfB-Spielen im Schnitt. Deutlich gemäßigter ging es bei Leverkusen-Spielen zu, in denen nur 2,4 Tore pro Spiel fielen. Eine schwache Samstagabendbilanz hat der HSV: Nur acht Siegen stehen bei neun Remis 15 Niederlagen gegenüber.