Zusammenfassung

  • Franck Ribery könnte als erster Spiele zum neunten Mal Meister werden

  • Robert Lewandowski will nach Gerd Müller der zweite Spieler werden, der zum vierten Mal Torschützenkönig wird

  • Marco Reus wird ziemlich sicher die 100-Tore-Marke knacken

Köln - Die Bundesliga schreibt auf allen Ebenen Rekorde, gerade sportlich erreichen die Clubs regelmäßig Bestmarken. Und auch die kommende Saison 2018/19 verspricht reichlich Höchstleistungen und Jubiläen.

Viele Rekorde in der Bundesliga scheinen für die Ewigkeit. Gerd Müllers 40 Tore in einer Saison etwa, oder seine insgesamt 365 Treffer. Genauso wie Karl-Heinz "Charly" Körbels 602 Bundesliga-Spiele oder Manfred Kaltz´ 53 verwandelete Elfmeter. Auch, dass das historische 12:0 von Gladbach gegen Dortmund übertrumpft wird, scheint eher utopisch. Andere Bestmarken sind indes in Gefahr und könnten in dieser Saison geknackt werden. Zudem stehen diverse Jubiläen an.

Video: Das Team der Saison 2017/18

Der FC Bayern München ist der Rekordjäger der vergangenen Jahre, hat so ziemlich jeden Spitzenwert der Vergangenheit pulverisiert. Doch das Team um den neuen Trainer Niko Kovac ist immer noch heiß und will ein paar weitere Einträge in die Geschichtsbücher. So könnten die Münchner zum siebten Mal in Folge Deutscher Meister werden. Sollte ihnen das gelingen, würde Franck Ribéry zum ersten Spieler der Bundesliga-Historie, der neun Mal die Meisterschale in die Höhe reißen durfte. Andere Spitzenwerte, die die Bayern in der WM-Saison sicherlich gerne toppen würden, wären etwa die 91 Punkte aus der Saison 2012/13, 29 Saisonsiege (12/13 & 13/14), nur 17 Gegentore (15/16), 101 erzielte Tore (71/72) oder die 22 Zu-Null-Spiele in einer Saison (14/15). Und natürlich bleibt die perfekte Saison offen: noch nie überstand eine Mannschaft eine ganze Spielzeit ohne Niederlage. Ach ja - der FC Bayern wird wohl der erste Club sein, der die Marke von 4000 Toren knackt. Aktuell stehen sie bei 3945 Treffern.

Spieler-Rekorde: Lewy zum vierten Mal bester Schütze?

Bereits zum vierten Mal könnte sich Robert Lewandowski zum Torschützenkönig krönen. Das hat, abgesehen vom legendären Gerd Müller, noch kein Spieler geschafft. Der Pole wird außerdem alles daran setzen, die 31 Saison-Tore von Pierre-Emerick Aubameyang aus der Saison 2016/17 zu knacken. Dann wäre er der treffsicherste Ausländer in einer Bundesliga-Spielzeit.

Video: Das Zusammenspiel von Lewandowski und Müller in der Analyse

Nils Petersen vom SC Freiburg ist mit 20 Jokertoren der erfolgreiste Einwechselspieler in der Geschichte der Bundesliga. Er könnte seinen Rekord weiter ausbauen, doch ist es fraglich, ob er das wirklich will. Denn Petersen durfte 2017/18 zumiest von Beginn an ran, was ihm deutlich lieber sein dürfte. So gelang ihm in der letzten Spielzeit auch nur noch ein Jokertreffer.

Der Name Manuel Neuer findet sich in den Bestenlisten der Bundesliga bereits mehrfach, etwa mit den meisten Spielen ohne Gegentor in einer Saison - 2015/16 hielt er seinen Kasten 21 Mal sauber. Bei der längsten Serie ohne Gegentor ist Neuer aber nicht die Nummer eins. Diese hält noch immer Timo Hildebrand, der 2003 das Tor des VfB Stuttgart 884 Minuten lang sauber hielt. Nach seiner langwierigen Fußverletzung kann der nunmehr wieder gesunde Torhüter diese Serien in Angriff nehmen.

Trainer-Rekorde: Wer holt Schubert und Entenmann?

Hier sind vor allem die Neuen gefragt. Mehrere Clubs haben im Sommer ihren Cheftrainer gewechselt, einige ganz neue Gesichter kommen dadurch in die Bundesliga. Hat einer von ihnen das Potenzial zum Rekordmann? Sechs Siege zum persönlichen Bundesliga-Start gelangen etwa Willi Entenmann und André Schubert. Pep Guardiola blieb sogar in seinen ersten 28 Spielen ungeschlagen. Mögliche Kandidaten wären etwa Niko Kovac beim FC Bayern München oder Lucien Favre bei Borussia Dortmund.

Video: Marco Reus' Tore gegen alle Bundesligisten

Keine Rekorde aber persönliche Meilensteine stehen zudem für zahlreiche Clubs und Spieler an. Der VfB Stuttgart könnte etwa sein 3000. Tor in der Bundesliga erzielen, Aktuell stehen die Schwaben bei 2937. Dem VfL Wolfsburg wiederum fehlen nur noch 15 Zähler bis zum historischen 1000. Punkt.

Einige Spieler werden 2018/19 die legendäre Marke von 300 Bundesliga-Spielen erreichen. Beste Anwärter sind Marco Russ von Eintracht Frankfurt (299), Mario Gomez vom VfB Stuttgart (297), Vedad Ibisevic von Hertha BSC (287), die beiden Bayern-Stars Thomas Müller (286) und Mats Hummels (279) sowie Lukasz Piszczek von Borussia Dortmund (272).

Auch Tor-Meilensteine werden fallen. So knackt Robert Lewandowski, wenn für ihn alles "normal" läuft, wohl einigermaßen sicher die 200er-Marke, die bisher erst vier Spieler in der Historie bezwungen haben. 20 Treffer fehlen dem Polen dafür noch. Marco Reus von Borussia Dortmund (99), Arjen Robben vom FC Bayern München (95) sowie Frankfurts Alex Meier (93) stehen wiederum vor ihrem 100. Bundesliga-Treffer.