Zusammenfassung

  • Mit Ralf Rangnick als Trainer stieg Leipzig in die Bundesliga auf
  • Der Sportdirektor schlüpft erneut in die Rolle als Coach
  • Der US-Amerikaner Jesse Marsch wird ihn als Co-Trainer unterstützen

Leipzig - Am Montag wurde Ralf Rangnick zum zweiten Mal nach 2015 als Cheftrainer bei RB Leipzig vorgestellt. Er bereitet den Weg in die Nagelsmann-Ära.

Im legeren Polo-Shirt trat Ralf Rangnick vor die wartenden Journalisten und schien sich bei seiner Rückkehr auf den Trainerstuhl sichtlich wohl zu fühlen. Zum zweiten Mal nach 2015/16 übernimmt Sportdirektor Rangnick zusätzlich den Posten als Cheftrainer bei RB Leipzig. In seiner ersten Amtszeit hatte er den Verein in die Bundesliga geführt.

Ihm zur Seite steht ein Gespann aus drei Co-Trainern. "Wir haben hervorragende Leute, die ihre Stärken in unterschiedlichen Bereichen haben", sagte Rangnick. Sein wohl wichtigster Partner wird Jesse Marsch, bis vor Kurzem Cheftrainer bei Red Bull New York, der laut Rangnick ebenfalls das "Gen des Cheftrainers" besitzt.

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Aber "es muss eine Person geben, die die Verantwortung trägt", sagte Rangnick, der von der Idee einer gemeinsamen Doppelspitze mit Marsch nur wenig begeistert war: "Auf der ganzen Welt hat es noch nie ein erfolgreiches Cheftrainerduo gegeben", so Rangnick.

Marsch unterschreibt für zwei Jahre

Seine Aufgabe wird es sein, Marsch im Übergangsjahr in die Mannschaft zu integrieren. Der US-Amerikaner hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben und soll 2019 mit Julian Nagelsmann weiterarbeiten, der in der kommenden Saison noch die TSG 1899 Hoffenheim trainieren wird.

Gleiches gilt für Lars Kornetka, der aus Leverkusen zu den Sachsen kommt und als videoanalysierender Co-Trainer tätig sein soll. Dritter Co in Rangnicks Team ist der bisherige U19-Trainer Robert Klauß.

"Dementsprechend wird die Aufgabenverteilung aussehen", kündigte Rangnick an. Für den gebürtigen Backnanger ist klar, dass das Team weitaus mehr als nur eine interimsweise Lösung ist.

"Wir haben eine ganz wichtige Saison vor uns", mahnte Rangnick, der aber kein genaues Saisonziel ausgeben wollte. "Das kann am Ende Platz vier, fünf oder sechs sein. Natürlich wollen wir nach Europa." Grundlage dafür sei laut Rangnick, dass man wieder zur typischen RB-DNA mit Pressing und schnellem Umschaltspiel zurückkehre. Das sei im letzten halben Jahr "etwas abhanden gekommen".

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Für Rangnick werden die ersten Wochen besonders anspruchsvoll. Als Tabellen-Sechster muss RB schon ab dem 26. Juli in der 2. Qualifikationsrunde für die Europa League antreten. Exakt einen Monat später bestreitet der Club bei Borussia Dortmund das erste Bundesligaspiel. Sollte in der Europa-League-Quali alles nach Plan laufen, wäre die Partie beim BVB für RB bereits das siebte Pflichtspiel der Saison. (sid)