Zusammenfassung

  • Die Rückrunde startet mit dem Knaller zwischen dem Vizemeister und dem Tabellenzweiten.

  • Leipzig will sich für die Hinspielniederlage revanchieren.

  • Einige Spieler stehen besonders im Fokus.

Köln - Endlich startet die Bundesliga ins neue Jahr. Und zum Auftakt gibt es gleich ein echtes Top-Match: Vorjahres-Vizemeister RB Leipzig empfängt den aktuellen Tabellenzweiten FC Schalke 04. Ganze zwei Punkte trennen die beiden Clubs derzeit. Leipzig will sich vor allem für die 0:2-Niederlage zum Saisonstart bei den Knappen revanchieren und diese mit einem Sieg überflügeln. Auf diese Spieler kommt es am Samstagabend um 18:30 Uhr an:

Gefahr aus der Tiefe: Naby Keita und Naldo

Naby Keita ist die Schaltzentrale der Leipziger Spiels. Der Mann aus Guinea ist schnell, technisch stark, torgefährlich und beherrscht den tödlichen Pass – kurzum: Er ist ein kompletter Fußballer. In 44 Bundesliga-Spielen für RBL war er an 19 Toren beteiligt (10 Tore, neun Torvorlagen). In dieser Saison hat er zweimal zugeschlagen, beide Male aus der Distanz. Und seine Tore sind wahre Erfolgsgaranten: Leipzig gewann alle acht Bundesliga-Spiele mit einem Keita-Tor. Gefürchtet sind neben seinen präzisen Distanzschüssen auch seine Alleingänge in Richtung Strafraum. Zudem versteht Keita es, ein Spiel an sich zu reißen: Er war im Schnitt 75 Mal am Ball und verliert diesen nur selten (nur 16 Prozent Fehlpassquote).

>>> Die Bundesliga-Spieler mit den meisten Dribblings

Der Chef beim FC Schalke ist hingegen ohne Zweifel Naldo. Der 35-Jährige mag zwar zu den ältesten Profis der Bundesliga gehören, macht das mit seinem Stellungsspiel und seiner enormen Zweikampfstärke problemlos wett. Stolze 75 Prozent seiner direkten Duelle hat Naldo in dieser Saison gewonnen – ligaweit die beste Quote. Seine Passgenauigkeit ist mit 92 Prozent ebenfalls spitze. Und dann ist da noch dieser Kopfball! Kein anderer Bundesliga-Spieler kam öfter mit dem Kopf zum Abschluss als Naldo (16 Mal – zwei Kopfballtore). Mit drei Toren und zwei Assists ist er ebenfalls top - kein Innenverteidiger sammelte ligaweit so viele Scorer-Punkte und kein Abwehrspieler erzielte mehr Tore.

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Die Flügelflitzer: Marcel Sabitzer und Amine Harit

Auch auf den Flügeln könnte diese Partie entschieden werden. Da haben sowohl Leipzig als auch Schalke einen überragenden Mann, der für reichlich Gefahr von Außen sorgt. Bei den Sachsen ist das Marcel Sabitzer. Der Österreicher verpasste die letzten fünf Spiele vor der Winterpause aufgrund einer Schulterverletzung. Für seinen Verein ist seine Rückkehr extrem wichtig. Wenn Sabitzer fit ist, spielt er fast immer über die volle Distanz. In der Hinrunde kam er in elf Einsätzen auf zwei Tore und vier Vorlagen. Zwar stehen in Leipzig oft andere Spieler im Mittelpunkt, doch Sabitzers Bedeutung für die Mannschaft ist außerordentlich groß.

Während Sabitzer gerne von außen in die Mitte zieht, um den Abschluss zu suchen oder den tödlichen Pass zu spielen, hat Schalkes Amine Harit seine Stärken klar an der Außenlinie. Der Franzose ist beweglich und schwer vom Ball zu trennen, dank seiner Dribbelstärke und (Handlungs-) Schnelligkeit gewann er für einen Offensivspieler starke 54 Prozent seiner Zweikämpfe. Dabei ist der 20-Jährige einer der dribbelstärksten Spieler der Liga, gewann überragende 58 Prozent seiner 109 Dribbling-Duelle in der Offensive. Das macht sich auch in seinen Scorerwerten bemerkbar. Zwei Tore hat Harit selbst erzielt, drei vorbereitet. Damit liegt er bei Schalke auf Platz drei der Scorer-Liste hinter Guido Burgstaller und Daniel Caligiuri. Ligaweit legten nur Thomas Müller und Julian Brandt je eine Großchance mehr auf als der Franzose (sechs), der unter anderem drei Strafstöße herausholte und damit so viele wie sonst nur Hannovers Felix Klaus.

Video: Amine Harit - Schalkes neuer Dribbelkünstler

Die Knipser: Timo Werner und Guido Burgstaller

Timo Werner erzielte in seinen 15 Saisonspielen acht Tore und ist erneut bester Schütze der Sachsen. Der Angreifer traf mehr als doppelt so oft wie der nächstbeste Leipziger (Poulsen und Augustin je drei Tore). Zudem hat er auch schon zwei Assists und ballert so oft wie kein anderer Leipziger aufs Tor, hat bereits 41 Torschüsse auf dem Konto. Dank seiner Schnelligkeit ist der Nationalstürmer, der mit 35 km/h den drittbesten Wert aller Bundesliga-Spieler in dieser Saison hält (hinter Bebou und Heller), ein gefährlicher Konterspieler – neun seiner 29 Bundesliga-Tore für RB waren Kontertore (davon zwei in dieser Saison).

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Der Top-Knipser auf Schalker Seite heißt Guido Burgstaller. Der Österreicher hat mit sieben Saisontoren nur einmal weniger getroffen als Werner. Dabei könnte er sogar noch viel weiter oben in der Torjägerliste stehen, hätte er nicht fünf seiner elf Großchancen liegen lassen. Wie wichtig Burgstaller für sein Team ist zeigt nicht nur der Fakt, dass er bereits nach kurzer Zeit auf Schalke in den Mannschaftsrat beordert wurde, sondern auch die Zahlen: Denn mit zehn Scorerpunkten (7 Tore, 3 Torvorlagen) weist er bei den Knappen die meisten Torbeteiligungen auf. Burgstaller ging übrigens mit einem richtigen Lauf in die Winterpause, lieferte neun seiner zehn Torbeteiligungen an den letzten zehn Spieltagen. Ob er die starke Form auch 2018 bestätigen kann?

Video: Burgstaller - Emotionen und Maloche