Auch als Joker stark: Timo Werner - © © imago / MIS
Auch als Joker stark: Timo Werner - © © imago / MIS
Bundesliga

Werner glänzt als Joker! RB Leipzig knackt Schalke-Erfolgsserie

Leipzig - RB Leipzig hat die Schalker Erfolgsserie geknackt und seine Champions-League-Ambitionen untermauert. Die Sachsen feierten gegen den FC Schalke 04 zum Rückrundenauftakt der Bundesliga einen umkämpften 3:1 (1:0)-Sieg und übernahmen in der Tabelle zumindest für einen Tag Platz zwei. Naby Keita (41.), Timo Werner (69.) und Bruma (71.) trafen für RB, Naldo (55.) markierte Schalkes Treffer.

FANTASY HEROES: Bruma (12 Punkte), Timo Werner (12), Ralf Fährmann (9)

Die Gelsenkirchener mussten nach 13 Pflichtspielen ohne Niederlage erstmals wieder einen Rückschlag hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco fiel mit 30 Punkten auf Rang drei zurück, könnte am Sonntag bei Siegen von Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach aber noch weiter durchgereicht werden.

Naby Keita bringt mit einem Distanzschuss Leipzig in Führung - © gettyimages / Robert Michael

>>> Alle Tore und Highlights des Spieltags im Liveticker!

Vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Leipziger Arena taten sich beide Mannschaften zunächst bei Ballbesitz äußerst schwer. RB konnte sein Aufbauspiel nicht nach Wunsch aufziehen, weil Schalke extrem gegen den Ball arbeitete. Gleichzeitig lauerten die Gäste auf Konter. Guido Burgstaller (8.) zog aus spitzem Winkel ab, Leipzigs Keeper Peter Gulacsi wehrte zur Ecke ab.

Die Anfangsphase ist sehr zweikampfbetont

Die Gastgeber, bei denen Nationalstürmer Werner nach einer Grippe zunächst nur auf der Bank saß und Emil Forsberg (Bauchmuskelzerrung) erneut fehlte, kämpften sich in die Partie, doch zu Großchancen kam es zunächst nicht. Die Gäste aus Schalke, die ohne Nationalspieler Leon Goretzka (Stressreaktion im Unterschenkel) auskommen mussten, ließen durch Distanzschüsse von Burgstaller (28.) und Alessandro Schöpf (29.) aufhorchen.

>>> Was verpasst? #RBLS04 hier im Liveticker nachlesen

Fährmann hält in der 37. Minute gegen Augustin einen Elfmeter - © imago / MIS

"Die Stimmung bleibt genauso gut wie vorher. Die Niederlage wirft uns nicht zurück." Naldo (FC Schalke 04)

Naldo gleicht zwischenzeitlich für Schalke aus - © imago / Picture Point LE

Leipzigs Coach Hasenhüttl beorderte seine Elf wild gestikulierend nach vorne und sollte Erfolg haben. In der 37. Minute bot sich den Gastgebern die große Chance zur Führung. Benjamin Stambouli holte RB-Stürmer Jean-Kevin Augustin von den Beinen, Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Augustin trat selbst an. Fährmann hockte erst hinter der Torlinie, sprang nach vorne und parierte. 

Doch Leipzig setzte nach. Keita fasste sich kurz vor der Pause von der Strafraumgrenze ein Herz und traf zum 1:0. Naldo hatte den Ball noch abgefälscht. Keita, um den es zuvor wegen eines möglichen vorzeitigen Wechsels zum FC Liverpool viel Wirbel gegeben hatte, agierte engagiert, übertrieb in einigen Zweikämpfen aber die Härte. In der zweiten Halbzeit sah er seine fünfte Gelbe Karte und fehlt im nächsten Spiel.

>>> Zu den Trainerstimmen geht es hier

Ein Tor, eine Vorlage: Super-Joker Timo Werner - © imago

"Ich wollte der Mannschaft wieder helfen und bin froh, dass es so geklappt hat." Timo Werner (RB Leipzig)

Bruma macht mit dem 3:1 den Deckel drauf - © imago / Karina Hessland

Spieler des SpielsTimo Werner

Nach der Pause blieb Leipzig dominant. Nach einem Freistoß von Marcel Sabitzer lenkte Daniel Calgiuri den Ball ans eigene Gebälk, nach der anschließenden Ecke war Bruma völlig frei, vergab aber. Schalke reagierte mit einem Doppelwechsel. In Breel Embolo und Neuzugang Marko Pjaca brachte Tedesco zwei neue Stürmer. Kurz darauf war Naldo zur Stelle und köpfte völlig unbedrängt das 1:1. Doch Leipzig drehte noch mal auf und erhöhte durch den eingewechselten Werner auf 2:1. Bruma machte kurz danach auf Vorlage von Werner mit dem 3:1 alles klar.

>>> Hier klicken für Spielschema, Statistiken und Aufstellungen

Timo Werner wurde in der 63. Minute eingewechselt und entschied dann innerhalb von zehn Minuten die Partie, traf zunächst selbst zum 2:1 und legte kurz darauf das 3:1 durch Bruma vor. Die Hälfte Ihrer 16 Torschüsse gaben die Leipziger nach Werners Einwechslung ab, an sechs davon war Werner beteiligt (vier abgegeben, zwei vorgelegt) – kein Spieler hatte mehr Torschussbeteiligungen.

Bilder des Spiels