Zusammenfassung

  • Emil Forsberg nimmt bei RB Leipzig im neuen 4-3-3-System eine zentralere Rolle ein.

  • Der Schwede will nach durchwachsenem Start RB wieder in die Erfolgsspur führen.

  • Für Ralf Rangnick geht es gegen Stuttgart und Hoffenheim gegen seine früheren Clubs.

Frankfurt - Emil Forsberg blieb cool. Lässig verwandelte der Schwede den Handelfmeter zum 1:1-Endstand bei Eintracht Frankfurt (53.) und sicherte seinem Team so noch einen Punkt. "Ich bin mir sicher, dass ich immer treffe", sagte die Nummer 10 von RB Leipzig grinsend nach dem Spiel. Doch es war nicht nur das Tor, das den schwedischen Nationalspieler glücklich machte. Viel mehr freute er sich über seine neue Rolle bei den Sachsen.

Eine Umstellung der Grundordnung von 4-4-2 auf 4-3-3 nach der Pause rückte Forsberg in Frankfurt mehr in die zentrale Spielmacherrolle. Das belebte das RB-Spiel auffällig, nachdem die Eintracht in Halbzeit eins verdient durch Gelson Fernandez in Führung gegangen war (27.). "Man hat auch schon in den letzten Spielen gesehen, dass sich Emil im zentralen Bereich momentan besser fühlt", erklärte RB-Trainer Ralf Rangnick den Systemwechsel. Der schwedische Nationalspieler gab seinem Trainer recht: "Wir müssen mutig nach vorne spielen, dann sind wir stark, so wie in der zweiten Halbzeit. Ich will immer den Ball haben, das war in der zweiten Halbzeit besser."

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Mit nun fünf Zählern hinken die ambitionierten Leipziger nach vier Spieltagen zwar in der Bundesliga weiter den Erwartungen hinterher. Aber nach der bitteren 2:3-Niederlage zum Auftakt in der Europa League zuletzt gegen Salzburg stimmten am Sonntag in Frankfurt nun wieder Mentalität und Einstellung. RB wertete die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit beim Remis der beiden Europa-League-Teilnehmer als guten Start in die englische Woche.

"Volle Kanne gegen Stuttgart"

Am Mittwoch geht es zuhause weiter gegen den VfB Stuttgart, bevor am kommenden Samstag die Partie bei der TSG 1899 Hoffenheim ansteht. Emil Forsberg weiß, was nun erwartet wird, er sagt: "Jetzt heißt es: volle Kanne gegen Stuttgart. Mit unserer Qualität können wir gewinnen und wir sollen gewinnen. Aber es kommt immer über Willen und Mentalität, und da sind wir auf einem richtig guten Weg."

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"Wir müssen mutig nach vorne spielen, dann sind wir stark. Es geht immer über Willen und Mentalität, und da sind wir auf einem richtig guten Weg." Emil Forsberg (RB Leipzig)

Für Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick sind die kommenden Partien etwas Besonderes, er trainierte einst den VfB und führte Hoffenheim von der 3. Liga bis zur Herbstmeisterschaft 2008 in der Bundesliga. Und in Hoffenheim trifft er auf seinen Nachfolger in der kommenden Saison: Julian Nagelsmann wechselt ja nach dieser Runde als Trainer zu RB.

Schwere Spiele gegen ausgeruhte Gegner

Aber wegen dieser besonderen Umstände für ihn und seine Mannschaft will Rangnick keine zusätzliche Energie verschwenden. Schon die Spiele gegen Salzburg und das Treffen auf Trainer Adi Hütter mit der Eintracht seien ja schon etwas Besonderes gewesen, erklärte er. Früher war Rangnick Sportdirektor in Salzburg, Hütter dort Trainer. Vielmehr gehe es für seine Spieler nun darum, frische Kräfte zu sammeln, da die kommenden Gegner jeweils längere Erholungsphasen haben als RB. Das Hauptaugenmerk liege nun auf einer guten Regeneration, sagte Rangnick.

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Auch Leipzigs Mastermind war nach der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und "einem extrem intensiven Spiel" mit dem Remis in Frankfurt zufrieden. "Wenn wir so auftreten, wie in der zweiten Halbzeit, bin ich optimistisch, dass wir erfolgreich sein werden", sagte Rangnick. Er vertraute in Hessen vor allem Spielern, die schon lange in Leipzig spielen, in Marcelo Saracchi stand nur ein Neuzugang in der Startelf.

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Auch das trug zu mehr Stabilität als zuletzt bei, Emil Forsberg meinte dazu: "Wir kennen uns schon seit drei Jahren, das ist immer ein Vorteil." Seit Montag können sich auch die wegen "unprofessionellen Verhaltens" in Frankfurt aus dem Kader genommenen Jean-Kevin Augustin und Nordi Mukiele wieder für Einsätze gegen den VfB und Hoffenheim empfehlen. RB Leipzig will zurück in die Erfolgsspur und das vermaledeite Spiel gegen Salzburg vergessen machen. Emil Forsberg gibt die Parole dazu aus: "Wir schauen jetzt nur noch nach vorne."

Von Tobias Schächter