Vincent Koziello stand erstmals in der Startelf des 1. FC Köln und erzielte mit seinem ersten Bundesliga-Torschuss das 1:1. - © gettyimages / Robert Michael
Vincent Koziello stand erstmals in der Startelf des 1. FC Köln und erzielte mit seinem ersten Bundesliga-Torschuss das 1:1. - © gettyimages / Robert Michael
Bundesliga

2:1 - Der Tabellenletzte 1. FC Köln bezwingt RB Leipzig

Leipzig - Der 1. FC Köln schöpft nach einem Überraschungscoup bei RB Leipzig neue Hoffnung auf den Klassenerhalt. Der Tabellenletzte gewann sein Auswärtsspiel beim Vizemeister dank einer starken zweiten Halbzeit mit 2:1 (0:1) und verkürzte den Rückstand auf den Relegationsrang auf sieben Punkte.

FANTASY HEROES: Jonas Hector (12 Punkte) / Marcel Risse (12) / Vinzent Koziello (11)

Startelf-Debütant Vincent Koziello (70.) und der eingewechselte Leonardo Bittencourt (77.) sicherten den Kölnern den zuvor kaum für möglich gehaltenen Auswärtssieg beim Champions-League-Aspiranten. Jean-Kevin Augustin (5.) hatte die in der ersten Hälfte dominanten Leipziger in Führung gebracht. Nach dem Seitenwechsel verdiente sich der FC aber dank einer kämpferischen und auch spielerischen leistungssteigerung den Sieg.

Augustin staubt in der 5. Minute zum schnellsten Leipziger Saisontor ab - © imago / Picture Point

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RB-Trainer Ralph Hasenhüttl stellte seine Anfangsformation im Vergleich zum Europacup-Rückspiel gegen den SSC Neapel gleich auf fünf Positionen um. Unter anderem wurde Nationalstürmer Timo Werner aufgrund von Oberschenkelproblemen erst in der 69. Minute eingewechselt. Dafür feierte der lange verletzte Spielmacher Emil Forsberg sein Startelf-Comeback. Der Schwede machte ein starkes Spiel.  

Köln kommt hinten kaum zur Entlastung

"Wir wollen taktisch überraschen", hatte FC-Trainer Stefan Ruthenbeck vor dem Anpfiff angekündigt. Die Kölner agierten vor rund 35.000 Zuschauern in einem 3-5-2-System, im zentralen Mittelfeld durfte Drei-Millionen-Euro-Mann Koziello erstmals von Beginn an ran.

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Jubel bereits nach fünf Minuten: Jean-Kevin Augustin - © gettyimages / Robert Michael

"Wir haben es nach der Leistung in der zweiten Halbzeit nicht verdient." Marcel Sabitzer (RB Leipzig)

Köln steigert sich in der zweiten Halbzeit deutlich und kreiert gute Chancen - © gettyimages / Martin Rose

Doch bereits in der fünften Minute war der Plan über den Haufen geworfen. Leipzigs Flügelspieler Bruma passte nach einem Sprint in den Strafraum auf Ademola Lookman, der den Ball an den Pfosten spitzelte, den Abpraller schob Augustin unbedrängt ins Tor zur Führung. In der 20. und 29. Minute hatte der Werner-Ersatz jeweils das 2:0 auf dem Fuß, auch seine Teamkollegen Marcel Sabitzer (31.) und Forsberg (40.) vergaben beste Möglichkeiten.

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Nach langer Verletzung hinein ins Glück: Leonardo Bittencourt trifft zum 2:1 für den FC - © gettyimages / Robert Michael

"Es ist egal wer die Tore macht. Wir müssen jedes Spiel gewinnen." Leonardo Bittencourt (1. FC Köln)

Spieler des Spiels:Vincent Koziello

Die Kölner hatten vor allem mit den schnellen Leipziger Außenspielern Bruma und Lookman große Probleme. Das Duo konnte die Abwehrspieler des FC immer wieder scheinbar spielend leicht überlaufen. Außerdem schenkten die Gäste die Bälle bei eigenen Offensivbemühungen zunächst viel zu schnell wieder her. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff gelang Köln zwar der vermeintliche Ausgleich, der Treffer von Jorge Mere wurde wegen Abseits aber zu Recht nicht anerkannt.   

Nach dem Seitenwechsel investierten die Kölner etwas mehr und verteidigten mit der gesamten Mannschaft deutlich höher. Das wurde mit Torchancen belohnt, unter anderem vergab der eingewechselte Bittencourt (67.) zunächst noch. RB tat sich schwer, das Spiel zu beruhigen - und wurde in der Schlussphase durch die Kölner Gegentreffer bestraft.

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Vincent Koziello stand nach zuvor zwei Einwechslungen erstmals in der Startelf des 1. FC Köln und rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen: Der 22-jährige Franzose erzielte mit seinem ersten und einzigen Torschuss im Kölner Trikot den 1:1-Ausgleichstreffer. Der Winter-Neuzugang legte zudem starke 11,9 Kilometer zurück (nur Jonas Hector lief beim FC noch mehr) und erlaubte sich im gesamten Spiel nur einen Fehlpass (32 der 33 Pässe zum Mitspieler).

Bilder des Spiels