Rene Adler, Heiko Westermann und Valon Behrami gehen nach der 0:2-Niederlage in Wolfsburg zu den Fans in die Kurve
Rene Adler, Heiko Westermann und Valon Behrami gehen nach der 0:2-Niederlage in Wolfsburg zu den Fans in die Kurve
Bundesliga

Ratlosigkeit beim HSV: "So schlimm war es noch nie"

Hamburg - Passend zum Spiel und der Stimmung weinte der Himmel über Hamburg. Nach dem 0:2 gegen VfL Wolfsburg taumelt der Hamburger SV dem ersten Abstieg seiner Bundesliga-Geschichte entgegen. Es war die achte sieglose Partie in Folge, seit 495 Minuten warten die Hanseaten auf einen Treffer.

Fünf Neue in der Startelf

Und, anders als in der Schlussphase der Vorsaison, tut die Konkurrenz den Norddeutschen nicht den Gefallen, die Spiele im Gleichschritt zu verlieren. Da der VfB Stuttgart den SV Werder Bremen mit 3:2 besiegte, findet sich der HSV auf dem letzten Tabellenplatz wieder und kann den Klassenerhalt erstmals in der Saison nicht mehr aus eigener Kraft schaffen.

Dabei hatten sie sich so viel vorgenommen. Immerhin war es in der aktuellen Saison zuvor keinem Europapokal-Starter gelungen, einen Dreier von der Elbe mit nach Hause zu nehmen. Selbst Bayern München musste sich mit einem 0:0 zufriedengeben. Aber gegen den Rekordmeister war ebenso wie gegen Mönchengladbach (1:1), Dortmund (0:0), Leverkusen (1:0) und Mainz (2:1) "Gras fressen" angesagt. Davon war gegen die Wölfe nichts zu spüren.

Díaz erneut verletzt

Der HSV machte vor den Augen von Thomas Tuchel in keiner Phase des Spiels den Eindruck, als wolle er mit aller Macht etwas reißen. Bezeichnend: Erst in der 44. Minute sah Díaz, die erste von nur drei Gelben Karten für die Gastgeber - Abstiegskampf sieht anders aus.

Zu allem Überfluss musste der chilenische Nationalspieler, dessen Leistung Knäbel als eine von wenigen positiv hervorhob und der nach fünfwöchiger Verletzung gerade erst wieder zurückgekehrt war, zur Pause verletzt in der Kabine bleiben. Am Sonntag gab der HSV bekannt, dass Diaz sich eine Sehne im Adduktorenbereich gezerrt hat und zehn Tage ausfällt.

Fehlen wird auchl Abwehrchef Johan Djourou, der sich drei Minuten nach seiner Gelben Karte zu einer unsportlichen Geste gegen Schiedsrichter Felix Zwayer hinreißen ließ und mit Gelb-Rot in die Kabine geschickt wurde. Trauriger Tiefpunkt einer "katastrophalen Vorstellung" (Heiko Westermann).

"Ein glückliches Händchen reicht nicht"