Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick zeigte sich auf der Pressekonferenz vor der Partie beim FC Bayern München (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) hoch konzentriert. Im Trainingsanzug stellte er sich den Fragen der zahlreich anwesenden Journalisten.

Der Coach des Aufsteigers hielt seine Aussagen zwar meistens kurz und knapp, blieb aber einer direkten Antworten nie schuldig.

Auf die angeblichen Sticheleien aus München reagierte Rangnick schon meisterlich. "Wenn sie flotte Sprüche hören wollen, dann müssen sie nach München gehen. Wenn sie flotten Fußball sehen wollen, dann sind sie bei uns genau richtig", sagte der "Fußball-Professor".

Ein wenig in die verbale Trickkiste griff aber auch Rangnick. Der 50-Jährige fühle sich vor der Partie beim Rekordmeister wie beim Duell Cowboys gegen Indianer im "wilden Westen". "Wir wollen nicht deren Trikots, sondern - um es flapsig zu formulieren - ihren Skalp", sagte Rangnick.

"Sie nehmen uns brutal ernst"

Für Rangnick sind die Aussagen der Spieler und Verantwortlichen des FC Bayern ein Zeichen dafür, dass die Bayern großen Respekt vor dem Aufsteiger haben. "Das zeigt doch die wahre Gemütslage der Bayern. Offensichtlich werden wir von ihnen brutal ernst genommen", erklärte der Coach am Mittwoch vor rund 50 Journalisten aus dem In- und Ausland sowie einem Dutzend Kamerteams.

Abgesehen von dem ganzen Theater im Vorfeld der Partie untermauerte Rangnick noch einmal, dass er unter allen Umständen gewinnen und damit die Herbstmeisterschaft für den Aufsteiger sichern will. "Unser Anspruch ist, dass wir überall gewinnen. In München brauchen wir dazu eine Topleistung, wir müssen am Limit spielen", sagte Rangnick, der lediglich auf den erkrankten Ersatzspieler Francisco Copado verzichten muss.

Viererkette der Bayern-Schwachpunkt

Rangnick lässt sich auch von der momentan starken Form des Tabellenzweiten, der drei Punkte und sechs Tore hinter Hoffenheim liegt, nicht beeindrucken: "Bayern ist derzeit natürlich besser drauf als vor ein paar Wochen. Vor zwei Monaten wäre es sicher leichter gewesen, dort zu gewinnen. Aber das macht es noch reizvoller für uns."

Einen Schwachpunkt beim Meister hat der Coach auch bereits ausgemacht. "Wir wollen sehen, was mit der Viererkette der Bayern los ist", meinte der Coach und hofft auf die Durchschlagskraft seiner Offensive um Top-Torjäger Vedad Ibisevic. ."