Sinsheim - Cheftrainer Ralf Rangnick und die Verantwortlichen von 1899 Hoffenheim haben sich in beiderseitigem Einvernehmen darauf verständigt, die Zusammenarbeit ab sofort zu beenden. Rangnicks Aufgaben übernimmt der bisherige Co-Trainer Marco Pezzaiuoli.

Nach mehreren, intensiven Gesprächen waren Rangnick und die Vereinsverantwortlichen gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, dass die Vorstellung des Cheftrainers und der Vereinsführung über die künftige sportliche und wirtschaftliche Entwicklung von 1899 auseinandergehen.

Auch Zeidler verlässt 1899

Deswegen sind beide Parteien zu dem Entschluss gekommen, sich mit sofortiger Wirkung zu trennen. Mit der Trennung von Ralf Rangnick wird auch der bisherige Co-Trainer Peter Zeidler von seinen Aufgaben entbunden. Die Position des Cheftrainers übernimmt der bisherige Co-Trainer Marco Pezzaiuoli.

Gesellschafter Dietmar Hopp: "Der einzigartige Erfolg des Durchmarsches in die erste Liga ist und bleibt eng mit dem Namen von Ralf Rangnick verbunden. Dazu hat er für die TSG auf der sportlichen Seite eine beispielhafte Struktur entwickelt und etabliert. Nachdem das "Projekt 1. Liga" schon nach zwei Jahren vollendet war, ist es durchaus verständlich, dass Ralf Rangnick Herausforderungen in anderen Dimensionen sucht und damit naturgemäß in Hoffenheim, ein vergleichsweise kleiner Bundesligaclub mit einem Stadion für 30.000 Zuschauer und rund 6.000 Mitgliedern, an Grenzen stößt. Ich danke Ralf Rangnick für seine großartige Leistung in Hoffenheim, für viele wertvolle Impulse, die noch lange nachwirken werden und wünsche ihm viel Erfolg bei seiner nächsten Trainerstation."

"Haben am selben Strang gezogen"

Ralf Rangnick sagt zur Trennung: "Die Zeit mit 1899 Hoffenheim war geprägt von großem sportlichen Erfolg und einer stetigen Weiterentwicklung der Mannschaft als auch der einzelnen Spieler. Viele sind nicht nur Stammkräfte in Hoffenheim, sondern auch Nationalspieler ihres jeweiligen Landes geworden. Während der ganzen Jahre hatte ich immer ein respekt- und vertrauensvolles Arbeitsverhältnis zu Dietmar Hopp und der Vereinsführung. Wir haben am selben Strang gezogen und bei kleineren Diskrepanzen immer wieder zueinander gefunden, anders wäre das Erreichte und Geleistete auch nicht möglich gewesen."