Der frühere Düsseldorfer Bundesliga-Profi Petr Rada hat das Rennen um den Posten des tschechischen Nationaltrainers gemacht.

Der 49-Jährige setzte sich bei der Kampfabstimmung des nationalen Verbandes gegen Jozef Chovanec durch und tritt damit die Nachfolge von Karel Brückner an. Als Kandidat galt ursprünglich auch der frühere Bundesligacoach Klaus Toppmöller, der schließlich aber dem Verband eine Absage erteilte.

Einstand gegen England

Rada fungierte bislang als Assistent von Brückner, der nach der EURO in Österreich und der Schweiz erwartungsgemäß zurückgetreten war. Brückner hatte die tschechische Auswahl 2002 übernommen und bei der EURO 2004 ins Halbfinale geführt.

"Ich möchte, dass die Mannschaft als Einheit auftritt und gemeinsam für ein Ziel kämpft", sagte Rada, der Tschechien zur WM 2010 in Südafrika führen soll. Seinen Einstand gibt der Coach am 20. August gegen England im Wembleystadion.

Wenige Alternative

Die Wahl fiel auch mangels Alternativen auf Rada. Der bei den tschechischen Anhängern favorisierte Ivan Hasek schied aus, weil er sich mit Verbandspräsident Pavel Mokry überworfen hatte. Karel Jarolim, Vater von HSV-Profi David, hatte nach dem Gewinn des Meistertitels mit Slavia Prag kein Interesse. Der bisherige U21-Coach Vitezslav Lavicka heuerte gerade erst bei Sparta Prag an. Und Zdenek Zeman, der es gemacht hätte, galt als zu unbequem.

Rada spielte in Deutschland für Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga und 2. Bundesliga. Außerdem war er für Rot-Weiss Essen und Jahn Regensburg aktiv. In Düsseldorf startete der 49-Jährige als Assistent von Aleksandar Ristic auch seine Trainerkarriere. Als Chefcoach arbeitete der frühere Mittelfeldspieler für FK Teplice, Viktoria Pilsen und FK Jablonec.