München - Sie nennen sich "Andersrum auf Schalke", "Bunte Fohlen", "Queerpass Bayern" oder "Rainbow Borussen". Unter dem Namen Queer Football Fanclubs (QFF) haben sich die schwul-lesbischen Fußball-Fanklubs aus der Bundesliga vernetzt.

Für die Queer Football Fanclubs steht die Akzeptanz für gesellschaftliche Minderheiten im Fußball an oberster Stelle. Die QFF wenden sich gegen jegliche Diskriminierung, insbesondere aufgrund der sexuellen Orientierung.
Es ist den QFF ein besonderes Anliegen, weitere Gründungen schwul-lesbischer Fanklubs zu fördern und diese bei der Integration in die jeweilige Fanszene zu unterstützen. Dies geschieht in einem vereinsübergreifenden Miteinander aller Mitglieder.

Zudem stehen die QFF zusammen für einen Meinungs- und Informationsaustausch zwischen den einzelnen Mitgliedsfanklubs und die gemeinsame Planung, Koordination und Durchführung von gemeinsamen öffentlichkeitswirksamen Aktionen.

Ziele der QFF



Toleranz: Für ein tolerantes Miteinander und gegen jede Diskriminierung, insbesondere aufgrund der sexuellen Orientierung.
Integration: Integration in die Fanszenen der einzelnen Vereine für ein faires, vereinsübergreifendes Miteinander.
Vernetzung: Informations- und Meinungsaustausch auf nationaler und internationaler Ebene bei regelmäßigen Treffen der Fanklubs und -gruppen.
Unterstützung: Bei der Gründung und Weiterentwicklung von Fanklubs durch schwule, lesbische, bisexuelle und transidentische Fußballfans.
Sichtbarkeit: Ansprechpartner für Planung, Koordinierung und Durchführung gemeinsamer Aktionen.

Die QFF beteiligen sich regelmäßig an FARE- Aktionswochen, laden zu halbjährlichen Treffen immer Organisationen der Fanszene ein, um mit ihnen zu diskutieren und ihnen zu zeigen, dass sie "ganz normale" Fans sind, die sich genauso über Anstoßzeiten, Pyrotechnik, Gewalt oder Eintrittspreise Gedanken machen wie andere Fan- Organisationen. Fachleute der QFF stehen den Organisationen und Vereinen als Ansprechpartner in Sachen Homophobie im Fußball zur Verfügung und referieren bei Fachtagungen und Kongressen. Die QFF haben inzwischen einen festen Sitz in der "AG Fanbelange" beim DFB.

Die 2006 gegründete Vereinigung europäischer schwul-lesbischer Fußballfanclubs arbeitet unter anderem mit dem Bündnis aktiver Fußballfans, der FARE, der European Gay and Lesbian Federation und dem Deutschen Fußball Bund (DFB) zusammen und ist Mitglied bei Football Supporters Europe (FSE). Nach der Gründung kamen immer mehr Fanklubs hinzu, die sich zu den Zielen des Netzwerkes bekennen. Zurzeit setzt sich QFF aus 19 deutschen und 3 schweizer Fußball Fanklubs zusammen. In ihnen sind rund 1.000 Mitglieder vertreten.

www.queerfootballfanclubs.org