Zusammenfassung

  • In der Vergangenheit waren die Relegationsspiele immer enorm spannend.

  • Nürnberg hat gute Erfahrungen mit der Relegation gemacht.

Köln - Die Saison ist beendet? Von wegen! In den Relegationsspielen zwischen dem 16. der Bundesliga bzw. 2. Bundesliga und dem Drittplatzierten der 2. Bundesliga bzw. 3. Liga warten auf alle Fans noch einmal mindestens 360 Minuten Hochspannung (zu den Terminen der Relegationsspiele 2016).

Die Duelle stehen nach dem 34. Spieltag fest: Eintracht Frankfurt trifft nach der 0:1-Niederlage beim SV Werder Bremen (zum Spielbericht) auf den 1. FC Nürnberg und der MSV Duisburg muss nach dem 1:0-Sieg gegen RB Leipzig (hier nachlesen) gegen die Würzburger Kickers ran.

Seit der Saison 2008/09 gibt es wieder die Relegationsspiele im deutschen Profi-Fußball und seitdem setzte sich beim Kampf um den letzten freien Platz in der Bundesliga in fünf von sieben Duellen der Erstligist durch.

Drama in Karlsruhe

In den beiden letzten Jahren war dies der Hamburger SV, der es beide Mal extrem spannend machte. 2014 setzte sich das Bundesliga-Gründungsmitglied gegen die SpVgg Greuther Fürth nach einem 0:0 im Hinspiel und einem 1:1 im Rückspiel nur aufgrund des Auswärtstores durch. Im letzten Jahr schien der HSV sogar schon geschlagen, doch dann verwandelte Marcelo Diaz unmittelbar vor dem Schlusspfiff einen direkten Freistoß zum 1:1 und rettete sein Team in die Verlängerung gegen den Karlsruher SC. Dort erzielte schließlich Nicolai Müller in der 115. Minute den Siegtreffer.

Nürnberg mit starker Bilanz

Zu den beiden Zweitligisten, die sich in der Relegation durchsetzen konnten, gehört übrigens der 1. FC Nürnberg, der als Tabellendritter der 2. Bundesliga (zur Tabelle) auch in diesem Jahr um den Aufstieg kämpft. 2009 gewannen die Franken gegen Energie Cottbus nach zwei Spielen glatt mit 5:0 (3:0 und 2:0). Auch ein Jahr später, dann als 16. der Bundesliga, jubelte Nürnberg in der Relegation und hielt nach einem 1:0- und einem 2:0-Erfolg gegen den FC Augsburg die Klasse. Der FCN geht folglich mit der Relegations-Bilanz von vier Siegen aus vier Spielen (8:0 Tore) in die diesjährigen Begegnungen.

Einen Mutmacher gibt es auch für die Würzburger Kickers, den Teilnehmer aus der 3. Liga. Statistisch gesehen ist in der Relegation zur 2. Bundesliga nämlich der Drittligist im Vorteil. Von den sieben bisherigen Relegationsspielen endeten fünf zugunsten des unterklassigen Teams. Übrigens: Der letzte Drittligist, der sich durchsetzte, war 2014 der SV Darmstadt 98. Der Rest ist ein Fußball-Märchen...