Die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften des Ligaverbandes haben in der Saison 2008/09 den fünften Rekorderlös in Folge erzielt.

Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes erlösten die Clubs in der abgelaufenen Spielzeit 2,03 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung um 5,3 Prozent gegenüber der Saison 2007/08. Damit erlöst der deutsche Profifußball erstmals in seiner Geschichte mehr als zwei Milliarden Euro. Das gab die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH bei der Vorstellung der wirtschaftlichen Kennzahlen des Profifußballs bekannt.

"Die Bundesliga hat ihre Hausaufgaben gemacht"

"Die Bundesliga erweist sich als robust in schwierigen Zeiten. Allerdings ist nicht absehbar, wie sich die Weltwirtschaft entwickelt. Die Bundesliga wird sich nicht vollständig von dieser Entwicklung abkoppeln können. Insgesamt hat die Bundesliga aber ihre Hausaufgaben gemacht und ist auch in schwierigeren Zeiten gut aufgestellt", sagt Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

Trotz der Wirtschaftskrise erzielte der Lizenzfußball insgesamt ein positives Ergebnis. Im Vergleich zur Vorsaison ist dies allerdings zurückgegangen. Rund 11 Millionen Euro erlösten die Clubs nach Steuern, in der Spielzeit 2007/08 waren es dagegen noch 24,5 Millionen Euro. Mit 531 Millionen Euro an Eigenkapital erreichten Bundesliga und 2. Bundesliga einen neuen Höchstwert (Vorjahr 505 Millionen Euro). Seit 2006 steigerten die Proficlubs ihr Eigenkapital um fast 85 Prozent. Demgegenüber stehen Verbindlichkeiten von 709 Millionen Euro (Vorjahr 632 Millionen Euro).

Nach wie vor bleibt der Profifußball ein bedeutender Steuerzahler in Deutschland. Mehr als 683 Millionen Euro zahlten die Vereine und Kapitalgesellschaften an Steuern und Abgaben (Vorjahr 665 Millionen Euro) - soviel wie noch nie in der Geschichte des Profifußballs.