Bremen - Etwas mehr als drei Wochen ist es her, als sich Werder-Verteidiger Sebastian Prödl zum Rückrundenauftakt schwer im Gesicht verletzte. Am Dienstagnachmittag, 14. Februar 2012, war es nun soweit. Der österreichische Nationalverteidiger kehrte wieder "ins Freie zurück", wie es Prödl nach seiner Laufeinheit mit Fitness-Coach Yann-Benjamin Kugel und Mikael Silvestre nannte.

"Es war toll. Die frische Luft tat mir gut, es geht mir deutlich besser. Der Heilungsverlauf ist positiv. Ich muss jetzt wieder anfangen zu lernen, meine Atmung richtig hinzubekommen. Da habe ich noch Probleme. Benni hat sich heute etwas Schönes für mich ausgedacht. Dieser Anfang stimmt mich positiv für die nächsten Wochen", war dem 24-Jährigen die Freude sichtlich anzumerken.

Freude auch bei den Kollegen

Prödls erstes Intervalltraining fand parallel zum Mannschaftstraining auf "Platz 11" statt. Freudig nahm auch Werder-Kapitän Clemens Fritz die Nachricht über die Rückkehr des Verteidigers auf: "Es ist toll, dass er nach dieser Tortur den ersten Schritt machen konnte. Nach solch einer Operation freue ich mich ganz besonders, dass Basti wieder da ist. Ich habe auch schon mit ihm gesprochen, seine Verletzung heilt super."

Auch Prödl selbst bestätigte im Anschluss an sein Lauftraining eine stetige Verbesserung. "In letzter Zeit brauchte ich ganz viel Ruhe, auch um die Knochen wieder heilen zu lassen. Ich war viel zuhause, habe viel geschlafen und war ab und zu mit meiner Freundin spazieren. Ich möchte mich weiter perfekt auf das Mannschaftstraining vorbereiten."

Bereits am vergangenen Freitag postete der Verteidiger auf seiner offiziellen Facebook-Seite: "Ich hab heute meine erste Trainingseinheit am Fahrrad und in der Kraftkammer ohne Probleme überstanden. Falls es so weitergeht, werde ich die Intensität bald steigern können, um dann wieder fußballähnliches Training zu machen."