Frankfurt am Main - Bundesinnenminister Thomas de Maizière steht an der Spitze der Gäste bei der Generalversammlung des Ligaverbandes am kommenden Mittwoch (24. August) in Berlin. Neben dem für den Sport zuständigen Mitglied der Bundesregierung wird auch Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), zu den Delegierten der 36 Proficlubs sprechen.

Nach den Berichten von Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball und von Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL Deutsche Fußball Liga, stehen bei der turnusmäßigen Generalversammlung die Neuwahlen des Ligavorstands und des DFL-Aufsichtsrats im Vordergrund. Ohne Gegenkandidaten sind dabei Dr. Rauball (Borussia Dortmund), der seit 2007 als Ligapräsident fungiert und nun für eine vierte Amtszeit bereitsteht, sowie der 1. Vizepräsident des Ligaverbands, Peter Peters (FC Schalke 04). Der bisherige 2. Vizepräsident, Harald Strutz (1. FSV Mainz 05), hat seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt. Bewerber für diese Position sind Helmut Hack (SpVgg Greuther Fürth), Michael Meeske (1. FC Nürnberg) und Ingo Wellenreuther (Karlsruher SC). Meeske und Wellenreuther kandidieren neben Soeren Oliver Voigt (Eintracht Braunschweig) auch über die Wahl von zwei Vorstandsmitgliedern ausschließlich durch die Clubs der 2. Bundesliga. Kandidaten für die beiden ausschließlich von den Bundesliga-Clubs zu wählenden Vorstandsmitglieder sind Jan-Christian Dreesen (FC Bayern München) und Klaus Filbry, der bereits Mitglied des Ligavorstandes ist. Neben Harald Strutz kandidieren auch Karl Hopfner (FC Bayern München) und Stefan Kuntz (früher 1. FC Kaiserslautern) nicht mehr für das neunköpfige Gremium, dem als DFL-Vertreter Christian Seifert und Ansgar Schwenken angehören.

Drei Persönlichkeiten erhalten den "Ehrenpreis der Bundesliga"

Kandidaten für den DFL-Aufsichtsrat sind Stephan Schippers (Borussia Mönchengladbach) für die Wahl ausschließlich durch die Bundesliga-Clubs, Wilken Engelbracht (VfL Bochum 1848), Jürgen Machmeier (SV Sandhausen), Michael Meeske (1. FC Nürnberg), Robert Schäfer (Fortuna Düsseldorf) und Ingo Wellenreuther (Karlsruher SC) für die Wahl ausschließlich durch die Clubs der 2. Bundesliga sowie zusätzlich zu diesen fünf Bewerbern Fritz Keller (Sport-Club Freiburg), Ingo Schiller (Hertha BSC) und Harald Strutz (1. FSV Mainz 05) für die Wahl durch alle 36 Proficlubs.

Am Vorabend der Generalversammlung werden drei Persönlichkeiten des Fußballs mit dem "Ehrenpreis der Bundesliga" ausgezeichnet. Die Würdigung geht an Uwe Seeler, als Torjäger der deutschen Nationalmannschaft und des Hamburger SV generationenübergreifend ein Vorbild für Fußballspieler und Fans; an Heribert Bruchhagen, bis zum Sommer Vorstandsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG und über Jahrzehnte bei Bundesliga-Clubs sowie in den Gremien des Profifußballs und des DFB engagiert; und an Horst Hrubesch: Der einstige Bundesliga-Torjäger, Europameister von 1980 und Vizeweltmeister von 1982 hat soeben mit dem Silbermedaillengewinn der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Rio und zuvor durch EM-Titel mit der U19 und U21 einen wertvollen Beitrag zur Talentförderung geleistet. Die Auszeichnung für Horst Hrubesch war vom Vorstand des Ligaverbandes bereits in der Sitzung vom 22. April 2016 beschlossen worden.