Am Dienstag haben sich in der UEFA-Zentrale in Nyon UEFA-Präsident Michael Platini und einige Club-Vertreter der ECA zu einem Meinungsaustausch getroffen.

Darin ging es um ein Konzept für ein finanzielles Fairplay in den europäischen Club-Wettbewerben, speziell über die Rationalität bei Transfersummen und Spielergehältern.

Lizenzierung auf europäischer Ebene

Die UEFA und die Club-Vertreter haben zu diesem Thema im positiven Sinne diskutiert und beide Seiten sind bereit, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Es soll ein Konzept vorangetrieben werden, das vorsieht, voraussichtlich ab der Saison 2010/11 eine unabhängige Kommission zu installieren, die eine selbständige Lizenzierung zu den UEFA-Wettbewerben Champions League und Europa League durchführt.

Finanzielle Ausuferungen einschränken

Darüber hinaus wurde auch über eine Kader-Limitierung diskutiert. Das Konzept soll den nachhaltigen Spielbetrieb garantieren und dazu führen, dass finanzielle Ausuferungen - vor allem die hohen Verschuldungen - eingeschränkt werden.

Karl-Heinz Rummenigge, der 1. Vorsitzende des Europäischen Clubverbandes ECA, der UEFA-Kommission für Club-Wettbewerbe und Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Gespräche in Nyon.

Lob für die Bundesliga

Rummenigge: "Ich möchte mich ausdrücklich bei UEFA-Präsident Michael Platini für das sehr positive und konstruktive Treffen bedanken. Ich glaube, wir müssen im Sinne des Fußballs, vor allem in den europäischen Wettbewerben, wieder für mehr Chancengleichheit sorgen. Darüber hinaus hat uns die UEFA mitgeteilt, dass im Moment die deutsche Bundesliga eine von ganz wenigen europäischen Ligen ist, in der fast alle Vereine profitabel und rational wirtschaften."