München - Der Portugiese Pedro Poenca wird am kommenden Samstag das Endspiel der Champions League in München (Sa., ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) zwischen dem gastgebenden FC Bayern und dem FC Chelsea leiten. Der 41 Jahre alte Finanzdirektor aus Lissabon ist seit 1988 als Schiedsrichter aktiv, seit 2003 steht er auf der Liste des Weltverbandes FIFA, er ist außerdem als einer von 12 Unparteiischen für die EURO 2012 nominiert.

Der FC Bayern könnte die Berufung Poencas als schlechtes Omen werten. Der Portugiese leitete bislang 15 Spiele in der Champions League, darunter waren zwei Heimspiele der Münchner - und beide gingen verloren: Am 3. November 2009 unterlag der deutsche Rekordmeister in der Gruppenphase dem französischen Klub Girondins Bordeaux (0:2), am 15. März 2011 dann im Achtelfinal-Rückspiel Inter Mailand (2:3). Der FC Bayern schied damals aus.

Proenca hat außerdem im Oktober 2010 auf kuriose Art und Weise für Aufmerksamkeit gesorgt. Im der Gruppenphase der Saison 2010/2011 wurde er im Spiel zwischen Real Madrid und dem AC Mailand kurz vor der Halbzeit von Mesut Özil ziemlich dreist umgestoßen - der deutsche Nationalspieler wollte sich mit der Aktion Platz verschaffen, um an den Ball zu kommen. Proenca verzichtete auf eine Verwarnung für das Foul.