Lissabon/Porto - Das erste rein portugiesische Finale in einem Fußball-Europapokal steht kurz vor der Vollendung: Meister FC Porto hat nach dem 5:1 (0:1)-Triumph im Halbfinal-Hinspiel der Europa League gegen den spanischen Vertreter FC Villarreal ebenso gute Chancen auf die Teilnahme am Endspiel am 18. Mai in Dublin wie Benfica Lissabon.

Portugals Rekordmeister steht allerdings nach dem 2:1 (0:0) gegen den Ligarivalen Sporting Braga noch vor einem schweren Gang. Die Rückspiele finden am 5. Mai statt.

Falcao netzt vier Mal ein

Mann des portugiesischen Abends in der Europa League war Radamel Falcao. Der Kolumbianer erzielte in der zweiten Halbzeit drei der vier Tore für den FC Porto, der sich in der ersten Halbzeit noch schwer getan hatte. Cani brachte die Gäste aus Villarreal kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.) nach einer Flanke von Nilmar nicht unverdient in Führung. Als beide Teams wieder aus den Kabinen kamen, schlug vor 44.719 Zuschauern in Estadio do Dragao (Drachenstadion) zu Porto Falcaos große Stunde.

Zunächst erzielte der Stürmer in der 49. Minute mit einem an ihm selbst verursachten Foulelfmeter den Ausgleich. Nach dem 2:1 durch Fredy Guarin (61.) schlug Falcao mit einem Hattrick in der 67., 75. (herrlicher Flugkopfball) und 90. Minute zu. Es waren seine Treffer Nummer 12 bis 15 im laufenden Wettbewerb. Villarrael, das im Achtelfinale Bayer Leverkusen ausgeschaltet hatte, dürfte damit in Spiel zwei nur noch ein kleines Wunder retten.

Herrlicher Freistoß von Cardozo

Nicht ganz so viel benötigt Sporting Braga. Der Tabellendritte hielt sich bei Benfica mehr als achtbar. Selbst den Rückstand durch Jardel (50.) steckte der Außenseiter weg und konnte nur drei Minuten später durch Vandinho ausgleichen.

Doch Oscar Cardozo mit einem glänzenden 17-m-Freistoß in den Winkel brachte den 32-maligen Landesmeister aus Lissabon vor 57.781 Zuschauern im Estadio da Luz wieder auf die Siegerstraße.