Trainer "madaboutme" ist seit dem 7. August 2008 beim Offiziellen Bundesliga Manager mit seiner Mannschaft InterTurbine 2.0 angemeldet.

Er bezeichnet sich als sportbegeisterten, "normalen", aber sehr regelmäßigen Internetuser, allerdings ohne besonderen Hang zum Dauerspielen. Zum Start in Basisliga 641 mit InterTurbine 2.0 hat er einen Sieg und eine Niederlage eingesteckt.

Der erste Pokalauftritt hatte sich schon nach einem 0:5 im Hinspiel in Runde eins erledigt. In der Saison 2008/09 wird er in loser Folge von seinen OBM-Erlebnissen berichten:

Viel zu tun gab es für meine Jungs von InterTurbine 2.0 nach dem ersten Bericht auf bundesliga.de von meinen Gehversuchen als Neuling beim Offiziellen Bundesliga Manager. Von allen Seiten kamen die Herausforderungen rein und ich habe natürlich alle angenommen.

Gut, dass sich die Testspiele nicht auf die OBM-Moral der Mannschaft für die Pflichtspiele auswirken, kann ich da nur sagen. Hauptsächlich habe ich einen auf die Mütze bekommen. Sowohl von Cracks, wie zum Beispiel "DJ Matze", aber auch von Leuten, die aus tieferen als der 2. Bundesliga kamen. 0:5, 0:5, 1:4, 0:3 - als realer Manager wäre ich nach so einer Woche wohl gefeuert worden.

Richtiger Fußball gegen Rumpel-Fußball

Bei meinen Gegner sah das dann in der Stadionansicht schon aus wie richtiger Fußball. Meine Spieler rennen sich dagegen immer mal gerne nach einem langen, stumpfen Dribbling in der gegnerischen Abwehr fest. Da muss ich wohl noch mal zur Taktiktafel bitten und an Passlänge und Zeit am Ball arbeiten.

Überhaupt wird schon in den ersten Tagen deutlich, dass die Feinjustierung im Menüpunkt "Taktiktafel" oder auch die Arbeit auf dem "Trainingsplatz" für die Entwicklung der Mannschaft wichtig sein werden. Ich entscheide mich also - entgegen meinem ursprünglichen Vorhaben - nach Ablauf meiner Probezeit von 14 Tagen, den Profi-Modus zu behalten. Das kostet zwar in meinem Fall für ein 3-Monats-Paket 3,99 Euro, dafür habe ich im Training oder den Grundformationen mehr Möglichkeiten.

Spion beim Gegner

Trotzdem belasse ich es für mein erstes Ligaspiel bei meinem 4-4-2 mit Raute und liege richtig. Gegen die CologneFighters schießen Jonathan Pitroipa und Tamas Hajnal einen 2:1-Sieg heraus. Da leckt man natürlich Blut.

Also schicke ich meinen "Spielbeobachter" los und sehe mir im "Stadion" gleich mal die Partie meines nächsten Gegners an. Der spielt ein 3-5-2. Im realen Fußball gibt es zwar kaum noch Dreierketten, aber im OBM ist sie noch genauso dabei wie ein 5-4-1. Ich würde die Formation mal "Otto-Rehhagel-Gedächtnis-Taktik" nennen.

Neue Spieler braucht das Team

Also spiele ich gleich mal einen Test gegen eine 3-5-2 Computer-Mannschaft des OBM - und gehe jämmerlich baden. Das und ein Interview mit "DJ Matze" auf bundesliga.de veranlassen mich dazu, den Felix Magath in mir herauszulasen. Zum einen gebe ich im Training noch mehr Gas (was als "Profi" auch leichter ist, weil ich bis zu zwei Wochen im Voraus planen kann). Freie Tage werden gestrichen. Zweikampfverhalten und Torschüsse - was ja nun mal nicht so unerhebliche Dinge für ein Fußballspiel sind - habe ich mal gesondert trainieren lassen. Außerdem habe ich, so wie Magath in Wolfsburg, noch einmal ordentlich im Kader nachgebessert.

Für Jonathan Pitroipa habe ich mir Ivan Rakitic gegönnt und für Philip Daems Hamburgs Joris Mathijsen. Die Neuen müssen zwar auch erst "antrainiert" werden, haben aber von den Grundvoraussetzungen her schon deutlich bessere Werte als ihre Vorgänger. Außerdem hätte ich fast nach einer Woche Tamas Hajnal wieder abgegeben. Außer Mladen Petric oder Bastian Schweinsteiger hätte sich aber von den OBM-Werten und der Perspektive in der realen Bundesliga her keiner gelohnt - und für die reichte dann doch mein Budget nicht mehr.

Binsenweisheiten auch virtuell gültig

Mittlerweile bin ich täglich knapp eine halbe Stunde im OBM. Manchmal trödele ich nur so rum, weil die Stadionansicht echt Spaß macht. Manchmal arbeite ich als Manager "madabotume" aber auch richtig. Schließlich soll es mit der Mannschaft auch irgendwie vorwärts gehen. Ich versuche mit meinem - nicht allzu ausgeprägten - fußballtaktischen Sachverstand an der Taktiktafel die Spielweise meiner Mannschaft auf die OBM-Werte meiner Spieler abzustimmen.

Schnell sind meine Jungs, aber nicht besonders dribbelstark, also stelle ich mal "Ball halten" auf relativ kurz und "Pässe" ebenfalls. Außerdem nehme ich ein bisschen an Aggressivität und Härte raus, weil seltsamerweise meine Mannschaft mit fortlaufender Spielzeit mehr Tore kassiert. Schon interessant, wie solche fußballerischen Binsenweisheiten auch im OBM funktionieren.

Feigheit wird "belohnt"

An den Testresultaten ändert das allerdings nur bedingt etwas. Gegen 3-5-2-Teams werden die Niederlagen zwar knapper, bleiben aber Niederlagen (Ich hoffe, mein nächster Gegner liest das nicht).

Da ich mein Team kurz vor dem zweiten Spieltag nicht allzu sehr mit neuen taktischen Anweisungen durcheinander bringen will (und meine Frau schon fragt, was denn da so wichtig ist abends um 22 Uhr vor dem Computer) bleibe ich bei der alten Grundordnung. Die Feigheit wird mit einer 1:2-Niederlage "belohnt". Also ist klar: Ich muss an die Taktik ran. Und wenn ich mich hier so schreiben sehe, muss ich wohl gestehen, dass ich fast voll "drauf" bin was den OBM angeht. Niederlagen sind einfach doof, egal ob real oder virtuell...