In der nationalen Meisterschaft nur Verfolger, in der Champions League ambitionierte Mitfavoriten: Real Madrid und Manchester United wollen in den Achtelfinal-Hinspielen der "Königsklasse" dem europäischen Fußball-Thron wieder einen Schritt näherkommen.

Während beide Clubs in den heimischen Ligen derzeit nicht der erste Titelanwärter sind, ist das Selbstbewusstsein auf internationaler Bühne ungebrochen.

Ferguson "sehr zuversichtlich"

ManUnited-Teamchef Alex Ferguson ist vor dem Gastspiel beim AC Mailand am Dienstag jedenfalls nicht bange: "Ich bin sehr zuversichtlich. Der Verkauf von Kaka hat bei Milan doch eine große Lücke hinterlassen", erklärte "Sir Alex" nach seiner Stippvisite beim 3:2-Sieg der Lombarden in der Serie A gegen Udinese Calcio und verwies auf die durch Verletzungssorgen zusätzlich belastete Personallage der Italiener: "Im Moment haben sie einige Probleme."

Und auch die "Königlichen" sehen sich vor der Partie bei Olympique Lyon in der Favoritenrolle. "Wir werden Lyon sicher nicht unterschätzen, aber alles andere als ein Weiterkommen wäre eine Enttäuschung", sagte Coach Manuel Pellegrini nach der gelungenen Generalprobe der Madrilenen in der Primera Division bei Deportivo Xerez (3:0).

Benzema will "OL" abschießen

Mit dem angestrebten Einzug ins Viertelfinale will der Rekord-Europacupsieger eine sechsjährige Durststrecke beenden, nachdem man zuletzt in der Saison 2003/2004 die Runde der letzten Acht erreichte.

In den vergangenen Champions-League-Duellen mit den Franzosen zog man allerdings jeweils den Kürzeren: 2005 und 2006 verlor Madrid in der Gruppnephase die Gastspiele in Lyon und kam zu Hause zwei Mal nicht über ein Remis hinaus.

Damals spielte der heutige Real-Star Karim Benzema noch für "OL", nun will der französische Nationalstürmer seinen Heimatclub aus dem Wettbewerb schießen. "Ich hoffe, dass ich spielen kann und vielleicht einen Treffer erziele", sagte Benzema, der nach einer überstandenen Adduktorenverletzung wieder im Aufgebot steht. Allerdings ist der 22-Jährige derzeit nur dritte Wahl hinter Superstar Cristiano Ronaldo und dem Argentinier Gonzalo Higuain.

Beckham muss wohl auf die Bank

Ein Wiedersehen mit dem Ex-Verein gibt es auch für Superstar David Beckham. Allerdings dürfte "Becks" gegen den Club, für den er elf Jahre aktiv war, nicht unbedingt erste Wahl sein. Zuletzt saß der englische Nationalspieler bei Milan jedenfalls nur auf der Bank, und das erfolgreiche Comeback von Alexandre Pato, der nach auskurierter Oberschenkelblessur gegen Udinese ein Tor erzielte, schmälert seine Chance auf einen Einsatz zusätzlich.

"Es geht ja nicht um mich und United, sondern darum, dass Milan die nächste Runde erreicht. Nur das ist wichtig", erklärte Beckham vor der Partie. Dennoch sei die Situation für ihn ungewohnt, so der 34-Jährige: "In dieser Form ist das neu für mich, aber ich denke, es wird kein Problem sein."