München - Das Gipfeltreffen geht in die zweite Runde: Erst vor zwei Spieltagen trafen die Top-4 im direkten Duell aufeinander. Dortmund gewann in München und Gladbach nahm Bremen auseinander. Kaum sind zwei Wochen vorüber, schon messen sich die Topteams erneut.

Abermals trifft dabei Platz 1 auf 2 und Rang 3 auf 4. Nur drei Punkte trennen Tabellenführer Dortmund (29) dabei vom den viertplatzierten Bremern (26). Die Top-3 liegen sogar nur einen einzigen Zähler auseinander.

"Spannendste Liga der Welt"

"Das ist sicher die spannendste Liga der Welt. Da oben ist es super eng. Dementsprechend brauchst du auch jeden Punkt", erklärte BVB-Coach Jürgen Klopp im Video-Interview. Seine Dortmunder führen das Feld mit hauchdünnem Vorsprung vor dem kommenden Gegner an: den Senkrechtstartern der Gladbacher Borussia. Dass ein Team um die Spitze mitspielt, das in der letzten Saison noch in die Relegation musste, zeigt, wie ausgeglichen Deutschlands Eliteliga ist. Natürlich brennen auch die Bayern darauf, wieder zurück auf den Platz an der Sonne zu klettern. Am Wochenende haben sie die wiedererstarkten Bremer zu Gast. Mit Platz 3 geben sich die Münchner selten zufrieden: "Das ist im Moment sehr enttäuschend für uns", sagte beispielsweise Regisseur Toni Kroos im Interview.

Der Countdown zu den Gipfeltreffen läuft. Am Samstag (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) gilt's. bundesliga.de fasst die Neuigkeiten zu den Top-Duellen zusammen: Wie steht es um die Fitnesszustände der verletzten Leistungsträger Bender, Reus, Schweinsteiger und Pizarro? Was verraten die Trainer vorab zur Taktik? Hier behalten Sie den Überblick.

Leitner bremst, Hummels bleibt cool

Im Derby gegen die Schalker hatte er grandios Sven Bender ersetzt, doch an die Meisterschaft verschwendet Moritz Leitner noch keine Gedanken. "Ich will nicht über Titel reden, sondern meine Spiele machen und mich weiterentwickeln. Es ist eine Freude, ich habe riesigen Spaß, hier Fußball zu spielen. Wir sollten wirklich einfach von Spiel zu Spiel denken und schauen, was dann herauskommt", sagte der Youngster im Interview mit "Sport1". Alles scheint beim BVB derzeit wie am Schnürchen zu laufen - nur in der Champions League nicht. Die Diskrepanz zwischen den Leistungen in der Bundesliga und denen in der "Königsklasse" stören Mats Hummels allerdings nicht: "Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen hart, aber ich finde das gar nicht so schlimm. Wir müssen diesen Wettbewerb als Mannschaft erst einmal kennenlernen", sagte der Nationalspieler den "Ruhrnachrichten".

Hanke eiskalt, Reus und Stranzl hoffen

Im Video-Interview mit bundesliga.de verriet Stürmer Mike Hanke sein Heimspiel-Erfolgsgeheimnis: "In Heimspielen gehe ich jetzt immer ins Kältebecken. Die anderen Spieler kucken mich schon immer blöd an, weil es echt richtig kalt ist. Aber es pusht mich nochmal ein bisschen." Sein Kollege Marco Reus hofft indes, auch gegen den BVB wieder an Hankes Seite stürmen zu dürfen. Am Montag wurde sein gebrochener Zeh fixiert, am Dienstag absolvierte er individuelle Oberkörperübungen. Gute Nachrichten gibt es auch von Verteidiger Martin Stranzl (Verdrehung der Gelenkkapsel im Knie), der zum ersten Mal wieder auf dem Platz stand, aber nicht mit der Mannschaft, sondern ebenfalls individuell trainierte. Einen Ausblick auf das Derby wagt Keeper Marc-Andre ter Stegen: Für den Keeper gehe es darum, den Schwung der letzten vier Siege in Folge mit in das BVB-Spiel zu nehmen, "ohne dabei auch nur einen Millimeter von unseren generellen Spielvorgaben abzuweichen", sagte er.

Van Buyten schimpft, Schweinsteiger trainiert

Doppeltorschütze Daniel van Buyten ärgert sich über die Defensivleistungen seines Teams. "Wir agieren gerade ein bisschen so wie im letzten Jahr. Wir machen die Laufwege nicht, die dem Gegner wehtun." Die Niederlage gegen Dortmund "war schon hart zu verdauen, die gegen Mainz wird noch schwieriger", merkte der Belgier an. Das zentrale Thema beim Rekordmeister ist das Fehlen von Mittelfeldmotor Bastian Schweinsteiger, der wegen seines Schlüsselbeinbruchs ausfällt. Für van Buyten ist dies aber nicht der alleinige Grund: "Er fehlt uns natürlich, aber wir funktionieren momentan als Team nicht. Dortmund und Mainz waren bissig, und wir viel zu brav", sagte der Abwehrrecke. Die Fans der Münchner dürfen allerdings hoffen: Schweinsteiger trainierte am Wochenende sogar schon wieder mit dem Ball.

Pizarro läuft, Bei Fritz klemmt's

Auch bei Werders wichtigstem Mann gibt es Hoffnung. Claudio Pizarro stieg wieder ins Lauftraining ein. "Mir geht es gut", gab Pizarro nach Beendigung seiner Einheit bekannt. Stück für Stück soll Werders Peruaner, der beim 2:0-Sieg gegen Stuttgart mit einer Knieverletzung ausfiel, nun wieder an die Mannschaft herangeführt werden. Während Tim Wiese aus "privaten Gründen", wie Trainer Thomas Schaaf nach dem Dienstagstraining bekannt gab, nicht am Training teilnahm, musste Kapitän Clemens Fritz die Einheit vorzeitig abbrechen. "Ich habe mir einen Nerv im Rücken eingeklemmt", sagte Fritz auf dem Weg in die Kabine.
















Zusammengestellt von Christoph Gschoßmann