Eine Woche lang hat der neue HSV-Trainer Martin Jol gemeinsam mit seinem Trainerteam und der Mannschaft im Trainingslager in Längenfeld verbracht.

Es wurde viel und hart trainiert, zudem der Zusammenhalt der Truppe gestärkt. Wie der Trainer die sieben Tage in Österreich einschätzt und mit welchen Gefühlen er dem Saisonstart entgegenblickt, erzählt Jol im Interview.

Frage: In Längenfeld hat sich der HSV sieben Tage lang intensiv auf die neue Saison vorbereitet. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Martin Jol: Ich bin sehr zufrieden. Wir haben das machen können, was wir uns vorgenommen hatten. Die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen, hart gearbeitet. So stellt man sich das als Trainer vor. Sehr froh bin ich insbesondere auch darüber, dass unsere Nationalspieler wie Guy Demel oder Timothee Atouba, die aufgrund ihrer Länderspiele erst später ins Training eingestiegen sind, von Tag zu Tag fitter werden. Es war insgesamt eine sehr gute Woche für uns.

Frage: Was ist in der neuen Saison möglich, was darf man vom HSV erwarten?

Jol: Wir haben den gleichen Kader wie in der vergangenen Saison, mussten keine Abgänge verkraften. Mit Dennis Aogo und Jonathan Pitroipa sind zudem noch zwei junge Spieler vom SC Freiburg hinzugekommen. Beide haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Speziell Pitroipa ist ein Spieler, den es in der Bundesliga nicht so oft gibt. Er ist unglaublich schnell, leichtfüßig, stark im Eins-gegen-eins. Er hat auch in den Testspielen sehr überzeugt, war nur durch Fouls zu stoppen. Ich bin sehr optimistisch, dass er und Aogo uns weiterbringen können.

Frage: Gibt es weitere Spieler, die sich im Trainingslager in den Vordergrund spielen konnten?

Jol: Die Einstellung aller Spieler war hervorragend. Es gibt aber immer Überraschungen wie eben Aogo oder Pitroipa, die ich vorher noch nicht so oft gesehen hatte. Und auch die jungen Nachwuchsspieler haben sich gut präsentiert.

Frage: Wie schätzen Sie die Entwicklung der jungen Spieler ein?

Jol: Die Entwicklung dauert länger als ein oder zwei Wochen. Wir können nicht plötzlich fünf junge Spieler aus der eigenen Jugend spielen lassen, aber wir führen sie heran, Ricardo Moniz trainiert speziell mit ihnen, um sie weiterzuentwickeln. Ich denke, wir haben vielversprechende Talente in unseren Reihen. Die gilt es nun bestmöglich auszubilden.

Das ausführliche Interview finden Sie auf der Webseite des Hamburger SV.