La Manga/Köln - Möglichst schnell mit Borussia Dortmund aus dem Tabellenkeller rauskommen wollen die beiden Polen im Kader des BVB, Lukas Piszczek und Jakub Blaszczykowski. Nach Verletzungsproblemen wollen beide in der Rückrunde durchstarten.

Knapp ein Jahr lang war Jakub Blaszczykowski zuletzt durch einen Kreuzbandriss ausgebremst. Kurz vor der Winterpause gab der Ex-Kapitän der polnischen Nationalelf bei den Borussen sein Comeback mit drei Kurzeinsätzen in der Bundesliga und der Champions League. "Die vergangenen Monate waren nicht leicht für mich", sagt der Mittelfeldspieler über die lange Verletzungspause. Nach harter Reha ist er aber auf einem guten Weg. "Ich bin schon fast wieder bei 100 Prozent, aber ich brauche jetzt Spielpraxis."

Die hat Lukas Piszczek in der Hinrunde gehabt, kam auf immerhin 16 Bundesliga-Einsätze, fast alle von Beginn an. Trotzdem hat er nach seiner Hüftoperation aus der Vorsaison noch Probleme, macht täglich Übungen zur Stabilisation. "Ich merke sofort, wenn ich ein paar Tage nachlasse, dann wird es schmerzhaft", sagt er. Und fügt an: "Ich hatte 2008 schon einmal ähnliche Probleme, als ich noch in Berlin war. Damals habe ich ein Jahr gebraucht, bis ich wieder bei 100 Prozent war. Nach einer langen Verletzungspause braucht man immer etwas Zeit, das ist völlig normal. Wir sind ja Menschen, keine Maschinen."

"Endlich Zeit, taktisch zu arbeiten"

Zeit hat der BVB im Abstiegskampf keinen mehr. "Wir wissen alle, dass wir in einer schwierigen Situation sind", sagt Piszczek. "Wir versuchen jetzt, uns so gut es geht auf die Rückrunde vorzubereiten, damit wir gegen Leverkusen gut starten. Ich hoffe, dass wir so schnell wie möglich da unten herauskommen."

Hoffnung macht dem 29-Jährigen dabei, dass die Mannschaft endlich einmal praktisch komplett zusammen trainieren kann, auch viele Langzeitverletzte zurückgekehrt sind. "Wir wollen in dieser Vorbereitung jede Einheit nutzen. In der Hinrunde konnten wir nicht so viel trainieren. Jetzt haben wir endlich die Zeit, auch mal taktisch zu arbeiten. Das wird uns gut tun", sagt der Rechtsverteidiger.

Dem kann "Kuba" Blaszczykowski nur zustimmen: "Der Trainer hat einen Plan. Wenn wir den zu 100 Prozent umsetzen, wird es besser. Dann werden wir auch wieder zeigen, dass wir großes Potenzial in der Mannschaft haben."

"Jeder Punkt ist wichtig"

Und doch warnt Piszczek vor den kommenden Wochen, schließlich kennt er den Abstiegskampf aus seiner Zeit bei Hertha BSC. Mit den Berlinern musste er 2010 in die 2. Bundesliga. "In Berlin haben wir damals eigentlich eine gute Rückrunde gespielt, trotzdem sind wir am Ende abgestiegen. Überall hieß es, wir seien die beste Mannschaft, die je abgestiegen sei."

Das soll mit dem BVB nicht passieren: "Wir stecken momentan mit dem BVB tief unten drin - und wir müssen aufpassen und klar im Kopf bleiben. Jeder Punkt, den wir uns erkämpfen können, ist wichtig."