Zusammenfassung

  • Philipp Max ist unter den Top-Vorbereitern der europäischen fünf Topligen

  • Nur die Superstars Paul Pogba und Neymar haben für die gleiche Zahl an Torvorlagen weniger Spiele gebraucht

  • Kein Abwehrspieler kommt außer Max in Deutschland, Spanien, England, Italien und Frankreich auf neun Assists

Köln – Der Aufstieg von Philipp Max ist rasant. Der Linksverteidiger des FC Augsburg hat sich zu einem der Shootingstars der Saison 2017/18 entwickelt. Mit neun Torvorlagen ist er nicht nur der beste Zuarbeiter der Bundesliga, er tanzt damit auch im europäischen Vergleich im Konzert der ganz Großen mit.

In den fünf europäischen Top-Ligen (Deutschland, England, Spanien, Italien und Frankreich) hat aktuell tatsächlich kein Spieler mehr Tore vorbereitet als der Augsburger. Alleine die beiden Superstars Paul Pogba von Manchester United und Neymar von Paris St. Germain brauchten für ihre neun Assists weniger Spiele.

Der 24-Jährige kommt in 18 Bundesliga-Partien auf neun Torvorbereitungen, damit legt er im Schnitt in jedem zweiten Spiel einen Treffer auf und ist damit statistisch sogar besser als die ehemaligen Bundesliga-Stars Leroy Sane und Kevin De Bruyne. Die beiden Akteure von Manchester City kommen zwar auch auf neun Torvorlagen, haben dafür aber deutlich mehr Spiele gebraucht.

Die besten Vorbereiter der europäischen Top-Ligen:

Name ClubVorlagenSpiele
Paul Pogba Manchester United913
NeymarParis SG914
Philipp MaxFC Augsburg918
Pione SistoCelta Vigo919
Florian ThauvinOlympique Marseille920
Leroy SaneManchester City921
Kevin De BruyneManchester City923

Quelle: premierleague.com / ligue1.com/ laliga.es / legaseriea.it Stand: 16. Januar 2018

Interessant dabei: Von den besten sieben Vorbereitern der Top-Ligen ist Max der einzige Abwehrspieler. Mit seinem ständigen Drang nach vorne bis zur Grundlinie, seinen präzisen Flanken und Standards ist er eine enorme Waffe für die Elf von Manuel Baum. Und dabei war Max zu Beginn der Saison noch nicht einmal in der Stammelf des FCA zu erwarten, schließlich lief dort in der vergangenen Spielzeit zumeist der Grieche Konstantinos Stafylidis auf, der seine Sache mit vier Saisontoren gewiss nicht schlecht machte.

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Am Sohn des ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönigs Martin Max kam Manuel Baum in dieser Saison dann aber einfach nicht mehr vorbei, denn nicht nur in der Vorlagen-Statistik steht Max ganz oben, auch was geschlagenen Flanken angeht, legt er den Ligabestwert hin.

Video: Ein Name der verpflichtet - Philipp Max

Da scheint es auch nur noch eine Frage der Zeit, bis der Anruf von Joachim Löw kommt. Sein Trainer Manuel Baum hat zum Thema Nationalmannschaft freilich eine klare Meinung: "Ich finde, dass man Philipp mal dazu nehmen kann, um zu schauen, wie er zur Spielidee der Nationalmannschaft passt, die sehr auf Ballbesitz ausgelegt ist. Da hat er dieses Jahr einen Riesenschritt nach vorne gemacht." Zuletzt wurden die DFB Co-Trainer Thomas Schneider und Oliver Sorg häufiger bei Augsburger Spielen gesichtet. Es würde verwundern, wenn der Name Philipp Max nicht schon ganz oben in ihrem Notizblock vermerkt wäre.

Karol Herrmann