Schalke, Cottbus, Frankfurt, Gladbach, Hannover und Bremen geben sich im Pokal gegen die Amateure keine Blöße. bundesliga.de mit dem Überblick.

FC 08 Homburg - FC Schalke 04 0:3 (0:1)

Jefferson Farfan hat Trainer Fred Rutten ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt bei Schalke 04 beschert. Der peruanische Neuzugang der "Königsblauen" gewechselt war, führte den Bundesliga-Dritten mit einem Tor und einer Vorarbeit zu einem glanzlosen 3:0 (1:0) in der ersten DFB-Pokal-Runde beim fünftklassigen FC Homburg.

Der 23-Jährige war allerdings der Einzige, der vier Tage vor der Qualifikation gegen Atletico Madrid Champions-League-Form zeigte. Farfan brachte Schalke in der 45. Minute in Führung und bereitete auch das 2:0 durch den eingewechselten Halil Altintop (55. ) vor.

Kevin Kuranyi (66.) setzte den Schlusspunkt. Damit zogen die Gelsenkirchener zum 19. Mal in Folge in die 2. Pokalrunde ein. Bis Mittwoch (20.45 Uhr/live in SAT.1), wenn es im Hinspiel gegen Atletico um den Einzug in die "Königsklasse" geht, muss sich das Rutten-Team allerdings noch steigern.

Altintop mit der Vorentscheidung

Die "Knappen" benötigten vor 18.800 Zuschauern im Waldstadion 20 Minuten Anlaufzeit, um die Partie in den Griff zu bekommen. Bis dahin hätte der Außenseiter schon führen können: Michael Petri setzte sich gegen Benedikt Höwedes, der den verletzten Mladen Krstajic in der Innenverteidigung ersetzte, durch und verfehlte nur knapp das Tor (9.).

Mit zunehmender Spielzeit wurde der Bundesliga-Dritte immer dominanter, der Fünftligist kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Die verdiente Schalker Führung erzielte Sekunden vor dem Pausenpfiff Farfan, der mit dem Kopf nach einer Flanke von Heiko Westermann traf.

Nach der Pause schaltete der Bundesligist zunächst einen Gang hoch. Nach einer Flanke von Farfan traf der vier Minuten zuvor eingewechselte Altintop per Kopf zum 2:0 und zerstörte damit die Hoffnungen des Außenseiters auf eine Sensation. Auch Kuranyi war nach einem Pander-Freistoß mit dem Kopf erfolgreich.


SC Pfullendorf - Eintracht Frankfurt 0:3 (0:2)

Drei Tage vor dem Highlight gegen den spanischen Meister Real Madrid ist Eintracht Frankfurt mühelos in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der viermalige Pokalsieger gewann beim Süd-Regionalligisten SC Pfullendorf trotz 45-minütiger Unterzahl souverän 3:0 (2:0) und geht damit gut gerüstet in das erste Bundesligaspiel am kommenden Sonntag gegen Hertha BSC Berlin.

Vor 7.500 Zuschauern in Pfullendorf legten die Hessen einen Blitzstart hin. Bereits nach zwei Minuten sorgte der Brasilianer Chris nach einem Freistoß des starken Faton Toski mit einem Kopfball für die Führung der Gäste. In der 19. Minute erzielte Neuzugang Nikos Liberopoulos sein erstes Pflichtspiel-Tor für die Frankfurter zum 2:0, ehe erneut Chris per Kopf auf 3:0 erhöhte (52. ).

Gelb-Rot für Russ

Dabei ging das Team von Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel, der das Abschlusstraining am Freitag wegen eines Gewitters nach 45 Minuten abgebrochen hatte, arg ersatzgeschwächt in das Spiel gegen den Viertligisten. Zudem musste die Eintracht ab der 45. Minute auf Verteidiger Marco Russ verzichten, der kurz vor der Pause die Gelb-Rote-Karte sah.

Dafür setzte Funkel in der Startformation auf die drei Neuzugänge Liberopoulos, Habib Bellaid und Markus Steinhöfer. Nach der frühen Führung durch Chris waren es dann auch Steinhöfer und Liberopoulos, die für das 2:0 sorgten. Nach einer Flanke des Ex-Salzburgers Steinhöfer ließ der griechische EM-Teilnehmer SC-Keeper Ralf Hermanutz keine Abwehrchance. Auch das 3:0 durch Chris bereitete Steinhöfer per Flanke mustergültig vor.


Tennis Borussia Berlin - Energie Cottbus 0:3 (0:2)

Energie Cottbus hat sein DFB-Pokal-Trauma überwunden und steht erstmals seit drei Jahren wieder in der 2. Runde des Cup-Wettbewerbs. Die Lausitzer, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils in der Auftaktrunde beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen ausgeschieden waren, feierten am Samstagabend beim Oberligisten Tennis Borussia Berlin einen glanzlosen, aber verdienten 3:0 (2:0)-Erfolg.

Als Torschützen für das Team von Trainer Bojan Prasnikar zeichneten sich Dimitar Rangelow (20. und 72.) und Branko Jelic (27. ) aus. Die 4.000 Zuschauer im Berliner Mommsenstadion sahen bereits nach wenigen Spielminuten einen Klassenunterschied zwischen dem Fünftligisten und den Gästen.

Dominanz ohne Zielstrebigkeit

Der Bundesligist, bei dem die neuen Außenverteidiger Savo Pavicevic und Cagdas Atan in der Startelf ihr Pflichtspiel-Debüt feierten, dominierte die Partie bei optimalen äußeren Bedingungen nach Belieben, ließ allerdings ein wenig die Zielstrebigkeit vermissen.

Dafür überzeugte der Pokalfinalist von 1997 eine Woche vor dem Bundesliga-Start gegen 1899 Hoffenheim in punkto Chancenverwertung. Vor der Pause nutzte das Prasnikar-Team gegen den ehemaligen Bundesligisten aus Berlin von nur drei Tormöglichkeiten zwei zu Treffern.

Die Stürmer Rangelow und Jelic verwerteten dabei schöne Flanken von Pavicevic und Ervin Skela per Direktabnahme. Anschließend verwalteten die Gäste das Ergebnis. Auch nach dem Seitenwechsel drückte Energie der insgesamt mäßigen Partie seinen Stempel auf und erhöhte durch den fleißigen Bulgaren Rangelow. In der Folgezeit beschränkten sich die Lausitzer auf das Verwalten der Führung.


Eintracht Nordhorn - Werder Bremen 3:9 (1:4)

Das Sturmduo Markus Rosenberg und Hugo Almeida hat Werder Bremen souverän in die 2. Runde geschossen. Vier Tore des Schweden Rosenberg und drei Tore des Portugiesen Almeida bildeten die Grundlage für den standesgemäßen 9:3 (4:1)-Sieg des fünfmaligen Cup-Siegers beim Fünftligisten Eintracht Nordhorn.

Auch ohne ihren Olympioniken Diego gaben sich die Hanseaten damit eine Woche vor dem Auftakt der Bundesliga keine Blöße. Dagegen war für die Nordhorner bei ihrer fünften Teilnahme im Cup-Wettbewerb zum vierten Mal schon in der 1. Runde Endstation.

Ergebniskosmetik zum Ende

Der Traum von der Pokalsensation war für die Gastgeber bereits nach einer Viertelstunde geplatzt, nachdem Rosenberg (6.) und Almeida (15.) die Gäste früh auf die Siegerstraße gebracht hatten.

In der Folgezeit erhöhte das Duo durch Treffer in der 22. (Almeida) und 31. Minute (Rosenberg) auf 4:0, bevor Eintracht-Stürmer Dennis Brode der Ehrentreffer für den krassen Außenseiter gelang (37.).

Zwei weitere Treffer von Rosenberg (55., 72.), ein Tor von Almeida (50.) sowie die eingewechselten Boubacar Sanogo (72.) und Jurica Vranjes (75.) machten nach dem Seitenwechsel den Kantersieg perfekt. Herion Novaku (81.) und Bertino Nacar (90.) gelangen noch zwei weitere Treffer für Nordhorn.


VfB Fichte Bielefeld - Borussia Mönchengladbach 1:8 (0:7)

Borussia Mönchengaldbach hat die niedrigste Hürde in der 1. Runde des DFB-Pokals problemlos genommen. Der Bundesliga-Aufsteiger spazierte zum Saisonstart mit einem 8:1 (7:0) beim Siebtligisten Fichte Bielefeld in die 2. Hauptrunde und verfehlte damit nur knapp das 8:0 gegen den 1. FC Viersen aus der Saison 1977/78 (1. Runde), den bislang höchsten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte.

Acht Tage vor dem Bundesligastart gegen den VfB Stuttgart am Sonntag war Fichte, das normalerweise in der Staffel 1 Ost der Landesliga Westfalen um Punkte kämpft, kein Gradmesser.

Für die Borussia trafen drei Mal Nationalspieler Marko Marin (7., 11. und 17., Foulelfmeter), je zwei Mal Roberto Colautti (9. und 24.) und Sascha Rösler (19. und 54.) sowie Roel Brouwers (36.). Den Ehrentreffer der Gastgeber erzielte Sami Önen (66.), als die Borussia die Zügel schleifen ließ.


Hallescher FC - Hannover 96 0:5 (0:1)

Hannover 96 ist für den Saisonstart in der Bundesliga gerüstet. Die Niedersachsen setzten sich zum Auftakt des DFB-Pokals am Ende problemlos mit 5:0 (1:0) beim viertklassigen Halleschen FC durch, offenbarten allerdings vor der Pause noch einige Defizite.

Unter dem Strich war es dennoch eine gelungene Generalprobe für das erste Punktspiel in dieser Spielzeit beim Champions-League-Qualifikanten Schalke 04, der Hannover im vergangenen Jahr in der 2. Pokalrunde ausgeschaltet hatte.

Die Treffer für den Pokalsieger von 1992 erzielte Neuzugang Jan Schlaudraff (10.), Hanno Balitsch (48.), Arnold Bruggink (68., 90.) und Mike Hanke (76.).