Um die Riesenleiter in Wolfsburg zu bezwingen, ist Teamwork nötig - © © VfL Wolfsburg
Um die Riesenleiter in Wolfsburg zu bezwingen, ist Teamwork nötig - © © VfL Wolfsburg
Bundesliga

Wolfsburg schaut hin – PFiFF fördert Gemeinschaft

Köln - Wer die VOLKSWAGEN ARENA in Wolfsburg besucht, dem wird vielleicht eine überdimensionale Leiter auf der Nordseite auffallen. Zwölf Meter ragt die Holzkonstruktion in den Himmel. Diese Riesenleiter symbolisiert die Ziele des Projekts "Wir schauen hin!", das der VfL Wolfsburg gemeinsam mit dem örtlichen Fanprojekt und lokalen Partnern durchführt. Die DFL unterstützt das Projekt mit Geldern aus dem "Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur" (PFiFF).

"Fußball kennt keinen Grenzen"

Alleine ist diese Leiter vor der Nordtribüne nicht zu erklimmen, dafür sind die Streben viel zu weit auseinander. Nur im Team lässt sich die Spitze erreichen. Das durfte im Rahmen des Projektes beispielweise eine gemischte Gruppe aus Ordnern der Stadionsicherheit und von VfL-Fans erfahren. Die gute Kooperation unterschiedlichster Zusammensetzungen ist eines der wichtigsten Ziele des Projektes.

"Wir schauen hin!" sensibilisiert für die Themen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Ausgrenzung, Gewalt oder Alkoholmissbrauch. Der Workshop "Rassismus im Fußball" mit der dazugehörigen Broschüre "Wir schauen hin!" klärt beispielsweise über rechte Propaganda und Symbole auf. Das außerschulische Angebot richtet sich schulformübergreifend an Schülerinnen und Schüler, die das 14. Lebensjahr erreicht haben, sowie an Sport- und Freizeitvereine. Auch Ordner, Fans und Mitarbeiter des Vereins wurden geschult.

"Mit dieser Initiative setzt sich der VfL für Werte und Ziele wie Weltoffenheit, Respekt, Fairplay und Integration ein", erklärt VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann.  "Damit stellen wir uns aktiv gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit, denn Fußball kennt keine Grenzen. Unsere Präventionsarbeit wird von allen Teams, den Mitarbeitern genauso gelebt wie von unseren Fans und Partnern. Das neue Angebot ist eine weitere, wichtige Maßnahme zur Reduzierung von Gewalt und Rassismus im Stadion."