Gut sechs Wochen ist es her, als sich Mladen Petric im Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin eine Fraktur an der Peroneussehne zuzog. Am Mittwochmorgen nun band der Kroate den Ball erstmalig wieder in sein Trainingspensum ein.

Vorbei die Zeit, in der einzig an der Wiederherstellung der Fitness gefeilt wurde, seit heute steht beim Kroaten wieder das runde Leder im Fokus. Die abschließende Untersuchung des lädierten Fußes am Montag in Basel verlief zur vollständigen Zufriedenheit des mitgereisten Hamburger Chefmediziners Uwe Eplinius.

"Es ist ein tolles Gefühl"

"Bei Mladen sieht es schon sehr gut aus, wir freuen uns, dass er wieder dabei ist", war Labbadia am Dienstag vor der Abreise nach Holland sichtlich erleichtert, bald wieder auf seinen Angreifer zurückgreifen zu können. Man wolle jedoch nichts überstürzen, stellte der Übungsleiter klar. Zu wichtig sei es, dass der Kroate wieder vollkommen genese, ehe er in den Kader zurückkehre, erläuterte Labbadia.

Petric selbst war die Freude über das Comeback am Leder deutlich anzumerken. Enthusiastisch absolvierte der Stürmer sein Programm abseits des Treibens der Kollegen. "Ein tolles Gefühl, endlich wieder mit dem Ball trainieren zu können", strahlte der 28-Jährige.

Der Spaß kehrt zurück

Nun, da das Spielgerät wieder in die Einheiten integriert ist, "merkt man die Fortschritte der letzten Wochen", so Petric, der sich seine Verletzung vor sechs Wochen im Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin zugezogen hatte und anschließend in Basel an der Peroneussehne operiert worden war. Nach dem Aufwärmprogramm bewies der Torjäger, dass er nichts von seiner Kaltschnäuzigkeit verloren hat und versenkte den Ball aus zwei Metern in den leeren Maschen.

Ein Jubel wie nach einem Pokalsieg folgte - der Spaß beim Kroaten ist zurückgekehrt. Auch in den anschließenden Stabilisationsübungen mit Athletiktrainer Markus Günther war das Leder der ständige Begleiter, am liebsten hätte Petric das Spielgerät gar nicht mehr hergegeben. Trotz aller Freude und Zuversicht: Nach dem ersten Training blieb der 28-Jährige realistisch: "Es ist schön, wieder am Ball zu sein. Ich mache mir aber jetzt keinen unnötigen Druck, will erst zu 100 Prozent sicher gehen, dass ich so weit bin, bevor ich zurückkehre." Dem Comeback ist Mladen Petric am Mittwochmorgen ein gehöriges Stück näher gekommen.

Guerrero im Kraftraum

Während sein Sturmpartner Petric erstmals wieder mit dem Ball trainierte, öffnete Paolo Guerrero die Tür zum Kraftraum im Bauche der Arena. Zwar kann das lädierte Knie nach wie vor nicht belastet werden, die restliche Muskulatur des Körpers des Peruaners bedarf dennoch wieder regelmäßiger Kräftigung. So war der Angreifer froh, erste Erfolge in seinem Rehatraining verbuchen zu können. "Es geht in kleinen Schritten voran", so Guerrero.

Statt Länderspiel hieß es für Marcus Berg am Mittwoch heimisches Schlafzimmer. Ein Magen-Darm-Virus setzte den Schweden außer Gefecht und zwang ihn, die Reise zur Nationalmannschaft der Skandinavier abzusagen. Je nach Entwicklung der Krankheit steht zudem ein Fragezeichen hinter einem möglichen Einsatz Bergs am Sonntag in der Bundesliga gegen den VfL Bochum.