Es war Juli 2008. Es rauschte gewaltig im Kölner Blätterwald. Die Rede war von der Verpflichtung eines Weltstars. Und tatsächlich stellten die Rheinländer kurze Zeit später ihren Neuzugang vor: Armando Gonçalves Teixeira. Besser bekannt als Petit.

Übersetzt heißt das "Kleiner". Den Spitznamen erhielt er in Anlehnung an seine Größe. Doch mit 1,76 Metern ist Petit nun wahrlich kein kleiner Mann. Und auch sonst steht der Mittelfeldspieler für großen Sport und großes Können.

57 Mal für Portugal

57 Mal spielte der im französischen Straßburg als Sohn portugiesischer Eltern geborene Petit für die Nationalmannschaft Portugals. Highlight seiner Karriere bei der "Selecao" war die Vize-Europameisterschaft im eigenen Land im Sommer 2004.

Zu seinen großen Stärken gehören die unglaubliche Passgenauigkeit, die Übersicht im Spiel, seine Zweikampfstärke und die Tatsache, dass er sich grundsätzlich in den Dienst der Mannschaft stellt. Dafür lieben ihn die Fans. Und seine Mitspieler.

Tierischer Spitzname

Diese verpassten ihm bei der Nationalmannschaft sogleich noch einen zweiten Spitznamen: "Pitbull". "So heiße ich seit meinem ersten Länderspiel", erklärte er gegenüber bundesliga.de. "Bei den Trainingseinheiten lief ich so verrückt hin und her. Und Luis Figo sagte dann zum Trainer: 'Was ist denn mit dem Jungen los'? Und der Trainer antwortete: 'Lass den Pitbull ruhig laufen, er wird uns noch viel bringen.'"

Wie Recht der Coach haben sollte. 2001 wurde Petit gleich in seiner ersten Saison bei Boavista Porto Meister und erhielt die Auszeichnung zu Portugals Fußballer des Jahres. 2002 wechselte er zu Benfica Lissabon. Mit dem Hauptstadtclub gewann Petit 2004 den Pokalwettbewerb und ein Jahr später seine zweite Meisterschaft.

Wechsel an den Rhein

Immer mehr ausländische Vereine klopften an seine Tür. Doch auch wenn er zugab, schon immer den Wunsch gehabt zu haben, mal woanders spielen zu wollen - der Wechsel in ein anderes Land kam erst im Sommer 2008. Und nicht nach Manchester oder Lyon, sondern nach Köln.

Die Erklärung für seine Entscheidung lieferte Petit prompt: "Die Kölner waren bei mir in Lissabon. Sie haben mir erklärt, wie nützlich ich bei ihnen sein kann. Das hat mich bewogen zu kommen. Mich faszinieren die deutschen Stadien und die Zuschauerzahlen in der Bundesliga."

Zu den Fans des FC hat er mittlerweile eine ganze enge Bindung. Das liegt daran, dass sich Petit sehr intensiv mit der traditionsreichen Geschichte des Clubs beschäftigt und den Kontakt zu den Anhängern sucht. "Ich wohne in der Nähe des Stadions und manchmal laufe ich zu Fuß zu den Heimspielen, mitten unter den Fans", sagte er.

Dieser Pitbull beißt sicher nicht. Der will nur spielen. Fußballspielen…

Zurück zum Spielerprofil von Petit