Köln -  Noch bis zum Sommer 2016 läuft der Vertrag von Pep Guardiola beim FC Bayern München und es ist kein Geheimnis, dass der Rekordmeister mit seinem Cheftrainer lieber heute als morgen verlängern würden. Nun hat sich der Spanier dazu geäußert.

"Ich will nächstes Jahr hier bleiben und bei diesem überragenden Verein bleiben. Das ist meine einzige Idee im Moment", sagte Guardiola am Dienstag in der Pressekonferenz und fügte hinzu: "Danach werden wir sehen. Am Ende dieser Saison werden wir sprechen. Es ist eine große Herausforderung hier für mich."

Der 44-Jährige hatte trotz zahlreicher Titel sein erstes Engagement als Trainer beim FC Barcelona nach drei Jahren beendet. Dass dieser Zyklus auch für den FC Bayern gilt, weiß Guardiola nach eigenen Angaben offenbar selbst noch nicht: "Ich kann in diesem Verein auch fünf oder sechs Jahre bleiben. Das hängt auch von den Spielern ab. Ich bin nicht der Wichtigste für den Verein."

Das Ziel heißt nicht nur im DFB-Pokal Berlin

Viel wichtiger ist für den Coach hingegen das bevorstehende Pokal-Achtelfinale gegen Eintracht Braunschweig (Mittwoch ab 20:15 Uhr im Liveticker). "Die Leute denken, wir sind schon qualifiziert. Aber wir müssen unsere beste Leistung zeigen. Alles kann passieren, das ist wie ein Finale. In Spanien, wo es im Pokal Hin- und Rückspiel gibt, ist es einfacher für die großen Mannschaften."

Das Ziel ist aber klar: "Wir wollen Ende Mai, Anfang Juni den einen oder anderen Tag in Berlin verbringen", sagte Thomas Müller und meinte damit nicht nur das DFB-Pokal-Finale am 30. Mai im Berliner Olympiastadion, sondern auch das Champions-League-Finale, das exakt eine Woche später an gleichem Ort stattfindet.

Reina vor Pflichtspieldebüt

Obwohl er die bestmögliche Mannschaft spielen lassen wolle, deutete Guardiola auf der Pressekonferenz die ein- oder andere Rotation an. Gut möglich, dass Ersatzkeeper Pepe Reina zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Bayern kommt. "Das ist vielleicht eine Möglichkeit", sagte Guardiola, der den Gegner noch aus der vergangenen Saison kennt: "Wir haben letzte Saison zwei Mal gegen Braunschweig gespielt. Sie haben mit Torsten Lieberknecht noch den gleichen Trainer und sie haben die gleiche Spielweise."

Braunschweig-Coach Torsten Lieberknecht will dem FCB den Durchmarsch nach Berlin aber so schwer wie möglich machen: "Unsere Mannschaft ist bereit, über die Schmerzgrenze zu gehen. Bis jetzt haben wir gegen den FCB immer recht ordentlich ausgesehen. Wir wollen uns mit Kräften wehren und möglichst besser aussehen als zuletzt so mancher Erstligist."

Karol Herrmann