Köln - Im Sommer letzten Jahres wechselte Pawel Olkowski vom polnischen Club Gornik Zabrze zum 1. FC Köln. Im Interview mit bundesliga.de spricht der 24-Jährige über seine Einsätze im Mittelfeld, seine erste Zeit beim FC und seine Ziele für 2015.

bundesliga.de: Pawel Olkowski, wie war Ihre erste Reise in die USA?

Pawel Olkowski: Ich war vorher noch nie in den USA und es war auch mein erstes NBA-Spiel, das ich gesehen habe. Die Atmosphäre in der Halle war sehr schön, alles hat mit gut gefallen, das Ganze war sehr gut organisiert.

"Ich war taktisch auf diese Position vorbereitet"

bundesliga.de: Sie sind ein Durchstarter, der keine Akklimatisierungszeit brauchte - wie haben Sie das geschafft?

Olkowski: Ich wusste schon seit etwa einem halben Jahr, dass ich nach Köln gehe und habe sofort angefangen deutsch zu lernen. Deswegen war es etwas einfacher mich in der Mannschaft einzufinden. Ich habe mich auf alles gut vorbereitet und das ist bestimmt ein Grund für die schnelle Akklimatisierung.

bundesliga.de: Sie haben sich Ihren Platz in der Startelf erspielt.

Olkowski: Natürlich bin ich mit der Hoffnung hier hergekommen, dass ich in der Startelf spiele und nicht auf der Bank sitze. Ich bin zufrieden, dass ich oft in der ersten Elf gespielt habe.

bundesliga.de: Sie wurden als Verteidiger verpflichtet und spielen jetzt im Mittelfeld. Wo fühlen Sie sich besser?

Olkowski: Meine nominelle Position ist Rechtsverteidiger, aber heutzutage ist der Rechtsverteidiger offensiv eingestellt und muss auch dort zurechtkommen. Ich habe das auch geschafft - aber wie gesagt: Nominell bin ich ein Verteidiger.

bundesliga.de: Haben Sie schon in Polen im Mittelfeld gespielt oder hat erst Trainer Peter Stöger Ihre Fähigkeiten dort entdeckt?

Olkowski: Ich habe ein paar Mal in Polen im Mittelfeld gespielt und das hat mir bestimmt geholfen. Ich war taktisch auf diese Position vorbereitet und wenn der Trainer mich mich da sieht und ich der Mannschaft damit helfen konnte, dann habe ich das gerne gemacht.

"Das einzige Problem ist die Sprache"

bundesliga.de: Wie kommen Sie mit dem neuen Land und der Umgebung zurecht?

Olkowski: Es ist hier anders, weil vor allem die Sprache eine andere ist. Erst habe ich hier mit meiner Freundin, die mittlerweile meine Frau ist, gewohnt und das einzige Problem ist die Sprache. Ich lerne weiter und habe privaten Deutschunterricht und hoffe es wird bald besser.  

bundesliga.de: Mit wem verstehen Sie sich am besten in der Mannschaft?

Olkowski: Natürlich mit Adam Matuschyk und Slawomir Peszko.

bundesliga.de: Unternehmen Sie auch privat viel mit Adam und Slawek?

Olkowski: Momentan machen wir nichts gemeinsam. Slawek hat eine Familie, Adam auch und er wohnt auch nicht in Köln. Wenn überhaupt, dann gehe ich mit Anthony Ujah oder Kevin Wimmer essen. Die haben etwas mehr Zeit, weil die beiden keine Familie haben.

"Hoffentlich am Saisonende oben in der Tabelle"

bundesliga.de: Für Sie war 2014 ein Jahr voller Neuigkeiten und Veränderungen. Sie haben den Club gewechselt und geheiratet. Kann man sagen, 2014 war ein besonderes Jahr für Sie?

Olkowski: Ich fühle mich wohl in Köln, habe viel gespielt, bin gesund, auch meine Frau ist hier. Ich hoffe wir bekommen bald ein Kind und werden eine sehr glückliche Familie.

bundesliga.de: Die polnische Nationalmannschaft hat jetzt zwei exzellente Rechtsverteidiger. Sie und Lukasz Piszczek. Wer ist besser?

Olkowski: Ich hoffe, ich bin besser.

bundesliga.de: Was sind Ihre Ziele für das Jahr 2015?

Olkowski: Ich möchte gut für die Rückrunde vorbereitet sein und ich hoffe gesund zu bleiben. Wir werden um jeden Punkt kämpfen und hoffentlich am Ende der Saison oben in der Tabelle stehen.

Das Interview führte Pawel Rybak