Zusammenfassung

  • Jiri Pavlenka verlängert seinen bis 2020 laufenden Vertrag vorzeitig
  • Der Werder-Keeper hat eine herausragende Debüt-Saison in der Bundesliga gespielt
  • Pavlenka: "Die ersten drei Monate waren sehr schwierig für mich"

Bremen - Jiri Pavlenka hat seinen Vertrag vorzeitig beim SV Werder Bremen verlängert - sehr zur Freude von Trainer, Manager und Fans. Für den tschechischen Nationalkeeper war die erste Saison in Deutschland "wie ein Traum", mit überragenden Leistungen trug er dazu bei, dass Werder souverän in der Bundesliga bleiben konnte.

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Zwar ging mit einer 2:3-Niederlage gegen den FC Villarreal die Generalprobe vor der Bundesliga verloren, aber dennoch gab es eine gute Nachricht am "Tach der Fans“ beim SV Werder Bremen: Jiri Pavlenka, der Stammtorhüter der Bremer, hat seinen Vertrag bei den Grün-Weißen verlängert. Über die Laufzeit des neuen Vertrages - der alte lief bis Ende Juni 2020 - gab Werder keine Auskunft.

Pavlenka, der vergangenen Sommer von Slavia Prag an die Weser wechselte, zeigte beeindruckende Leistungen in seiner ersten Bundesliga-Saison: Mit 128 abgewehrten Torschüssen (von insgesamt 168) war er, was diesen Wert angeht, der zweitbeste Torwart der Bundesliga - nur Timo Horn vom 1. FC Köln entschärfte mehr Abschlüsse auf seinen Kasten (139). Der 1,96 Meter große tschechische Nationalspieler parierte demnach 76,19 Prozent der Schüsse auf sein Tor!

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"Pavlas hat eine Riesenentwicklung in der vergangenen Saison gemacht“, wird Florian Kohfeldt, Pavlenkas Chef-Trainer, auf der Homepage von Werder Bremen zitiert. "Vom ersten Tag an war er wissbegierig. Er will sich immer verbessern. Es macht einfach extrem viel Spaß mit ihm zu arbeiten.“

"Die ersten drei Monate waren sehr schwierig für mich. Ich konnte wirklich kein Deutsch, weil ich es nie in der Schule hatte und nur ein wenig Englisch“, sagt Werders Schlussmann in einem seiner seltenen Interviews auf der Club-Homepage Werders. Theodor Gebre Selassie und Jaroslav Drobny, seine tschechischen Landsmänner bei Werder, hätten ihn bei der Eingewöhnung in einem neuen Land, mit neuer Sprache sehr geholfen.

Vorbild Petr Cech

Mittlerweile versteht der reaktionsschnelle Hüne die deutsche Sprache ganz gut, geht pro Woche ein- bis zweimal pro Woche mit seiner Verlobten Misa zum Deutschunterricht. Das schwierigste am Deutschlernen? "Nur die eigene Faulheit."

"Petr Cech ist ein Vorbild hinsichtlich seiner unglaublichen Professionalität" Jiri Pavlenka

Sportlich gesehen war die vergangene Saison "ehrlich gesagt wie ein Traum für mich", sagt der Tscheche, der mit Tomas Vaclik vom FC Sevilla und Tomas Koubek von Stade Rennes um den Stammplatz im Tor der Nationalmannschaft kämpft.

Pavlenka, der vor den Spielen immer zuerst mit dem rechten Fuß den Platz betritt und mit der Hand auf das Tornetz klopft, hat große Vorbilder: Edwin van der Saar, Gianluigi Buffon und vor allem Petr Cech: "Mit Anfang 20 war ich dreimal gemeinsam mit ihm bei der Nationalmannschaft. Er ist ein Vorbild hinsichtlich seiner unglaublichen Professionalität."

Lieber Taten statt Worte

Dem 26-Jährigen bedeute es viel, "dass die Verantwortlichen im Club, aber auch die Fans meine guten Leistungen honoriert haben.“ Werder Bremen fing sich mit Pavlenka im Tor lediglich 40 Gegentreffer ein - nur drei Mannschaften kassierten vergangene Saison weniger. "Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass ich diese Leistungen in Zukunft bestätigen kann“, sagt Pavlenka und unterstreicht damit: Auch in Zukunft will er lieber Taten statt Worte sprechen lassen.

Patrick Dirrigl