Bremen - Aus heiterem Himmel gab Petri Pasanen am Mittwoch der Öffentlichkeit seinen Abschied von Werder Bremen zum Ende der Saison bekannt. Angesprochen auf den Stand der Vertragsverhandlungen blieb der 30-Jährige nach dem Training vor der Kabine stehen, hielt kurz inne und gab Auskunft. Kurz, sachlich, freundlich, bestimmt. Geschichtenerzählen ist nicht sein Ding! "Ich werde weggehen und nicht bei Werder bleiben. Es hat zuletzt Gespräche gegeben und wir haben in beidseitigem Einverständnis entschieden, uns zu trennen. Ich war jetzt sieben Jahre hier und ich möchte in meiner Fußballerkarriere auch noch etwas anderes sehen", so der Defensivspezialist, der seit 2004 für die Grün-Weißen am Ball ist.

Die Nachricht vom baldigen Abschied des Finnen sorgte im Team nicht für die ganz große Überraschung. Doch in den Kommentaren am Trainingsplatz wurde deutlich, dass der Respekt vor dem Routinier groß ist. Kapitän Torsten Frings: "Wenn du solange wie Petri hier im Verein bist, dann ist das natürlich schade. Er ist in der Mannschaft so beliebt, weil er immer ruhig geblieben ist und er immer da war, als er gebraucht wurde. Er ist ein Typ, der nie aufgemuckt hat, wenn er mal links, mal rechts oder auch zentral gespielt hat. Er hat einfach einen guten Charakter. Mit seiner Qualität wird er sicher einen guten neuen Club finden."

Aaron Hunt, der wie Pasanen seit Sommer 2004 zum Profikader zählt, sagte über den liebgewonnenen Kollegen: "Es ist wirklich schade, dass Petri den Verein verlässt, auch gerade, weil ihn in der Mannschaft viele schätzen. Er ist jemand, der sich nicht in den Vordergrund drängt, er ist eher ein zurückhaltender Typ, ein total positiver Charakter, der sich für das Team einbringt. Wenn er jetzt eine neue Herausforderung sucht, dann kann ich das aber auch verstehen."

Den entscheidenden Wochen der Saison sieht Petri mit einem guten Gefühl entgegen: "Ich habe nicht das Gefühl, dass die Jungs in diesen Tagen einen Extra-Druck oder Angst verspüren. Wir sind ruhig geblieben, das wird noch gut." Sein Lob an Werder: "Dass wir in Bremen diese Ruhe haben, ist ein großes Plus. Es lohnt sich der Mannschaft die Zeit zu geben. Leider ist das heutzutage immer seltener. Viele Menschen wollen möglichst schnell den Erfolg sehen."

Petri Pasanen kam im Sommer 2004 von Ajax Amsterdam zum SV Werder. Der Defensivspezialist spielte bisher 137 Bundesligaspiele in Grün-Weiß und erzielte dabei 3 Treffer.