Köln - Die Chancen erscheinen gering, doch der Glaube an das Erreichen des Relegationsplatzes in der Bundesliga ist beim SC Paderborn unverändert groß. "Wir sind bereit", sagte Trainer André Breitenreiter vor dem abschließenden Spiel gegen den direkten Konkurrenten VfB Stuttgart am Samstag (ab 15 Uhr im Live-Ticker).

"Wir spielen in unserem Stadion. Hier haben wir es jedem Gegner schwer gemacht. Für den Sieg werden wir alles tun. Die Jungs brennen", so Breitenreiter weiter. "Letztes Jahr war der Fußballgott auch auf unserer Seite, warum soll es dieses Jahr nicht so sein?", sagte Innenverteidiger Christian Strohdiek. Damals machte der SCP am letzten Spieltag durch ein 2:1 gegen den VfR Aalen den Aufstieg perfekt.

Hoffen auf Schützenhilfe vom FC Schalke 04

Mit drei Punkten gegen den VfB hätte Paderborn seinen Teil zum Erreichen des 16. Tabellenplatzes getan, allerdings müssen die Ostwestfalen auf Schützenhilfe vom FC Schalke 04 beim Hamburger SV hoffen (zum Tabellenrechner). Im Ringen mit den Bundesliga-Gründungsmitgliedern Stuttgart und Hamburg sieht Breitenreiter seine Mannschaft keineswegs frei von Druck: "Wenn man bis zum Schluss dabei ist, kann man sehr wohl etwas verlieren - auch wenn keiner auf uns gesetzt hat." Auf die eigene Stärke und eine breite Fan-Unterstützung setzt der SCP im letzten regulären Meisterschaftsspiel dieser Saison.

Der VfB ist im Unterschied zum SCP seit vielen Jahren in der Bundesliga dabei und will diese Tradition natürlich fortsetzen. Zuletzt konnte Stuttgart mehrfach punkten und hat vor allem beim Umschaltspiel eine klare Aufwärtstendenz gezeigt. Nahezu alle Experten gehen davon aus, dass der VfB in Paderborn den Klassenerhalt schaffen wird. Diese Einschätzung nimmt Breitenreiter als Motivation an: "Wenn keiner mehr an uns glaubt, stehen meine Jungs immer wieder auf."

Hochkonzentriert und motiviert ins Saisonfinale

In der Rückrunde konnten die Paderborner lediglich drei Siege und drei Unentschieden einfahren. Dennoch wittern die Westfalen ihr letzte Chance auf einen Verbleib in der Bundesliga. Auf eine besondere Vorbereitung für diese wichtige Begegnung wird der SCP dennoch verzichten. "Das brauchen wir nicht. Wir glauben an unsere Stärke, uns in Ruhe in Paderborn vorbereiten zu können. Mannschaft und Trainerteam sind ein verschworener Haufen, wir sind ganz eng beieinander", machte Breitenreiter klar. Insofern setzen die Paderborner auf die bewährten Abläufe im Vorfeld des Anstoßes.

Die Mannschaft habe in dieser Woche sehr konzentriert und entschlossen trainiert. "Das Spiel gegen Schalke ist mittlerweile aus den Köpfen raus. Im eigenen Stadion haben wir bis auf Bayern München gegen jeden Gegner eine Chance zum Sieg gehabt", betonte der Coach. Und auch der Kapitän Uwe Hünemeier unterstreicht die Motivation: "Wir sind da. Wir brennen", so der 29-jährige gegenüber der Neuen Westfälischen Zeitung.

Born: "Ich bin sehr optimistisch"

Auch Manager Michael Born ist von der Rettung überzeugt. "Alle gehen doch davon aus, dass Stuttgart hier durchmarschiert. Aber wir haben ein Heimspiel, das wir gewinnen müssen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir das hinbekommen", sagte der 47-Jährige.

In personeller Hinsicht hat Breitenreiter zahlreiche Alternativen. Auf der defensiven linken Position legte sich der Chef-Trainer indessen schon fest. Florian Hartherz wird in die Anfangself zurückkehren, zumal Daniel Brückner auf Grund seiner fünften Gelben Karte passen muss. Außer den Langzeitverletzten Thomas Bertels, Marvin Ducksch und Alban Meha stehen aktuell alle Spieler zur Verfügung.

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