"Es ist bereits eine riesengroße Leistung, als Keeper unter den drei Finalisten zu landen", sagt Ottmar Hitzfeld, der froh ist...
"Es ist bereits eine riesengroße Leistung, als Keeper unter den drei Finalisten zu landen", sagt Ottmar Hitzfeld, der froh ist...
Bundesliga

Hitzfeld: "Manuel Neuer hätte es verdient"

Köln - Am heutigen Montag reist Ottmar Hitzfeld nach Zürich, um an der FIFA-Gala zur Wahl des Weltfußballers und Welttrainers teilnehmen. Im exklusiven Interview mit bundesliga.de erzählt Hitzfeld, warum Manuel Neuer die Wahl gewinnen kann, was er von den Konkurrenten Cristiano Ronaldo und Lionel Messi hält und warum der Welttrainer nur Joachim Löw heißen kann.

"Ein Torwart, den es bisher noch nie gab"

bundesliga.de: Herr Hitzfeld, wer wird Ihrer Meinung nach der Nachfolger von Cristiano Ronaldo bei der Weltfußballerwahl?

Ottmar Hitzfeld: Mit Manuel Neuer, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi haben wir drei hochkarätige Spieler als Finalisten. Es ist aber klar, dass es als Torwart besonders schwierig ist, Weltfußballer zu werden. Es ist bereits eine riesengroße Leistung, als Keeper unter den drei Finalisten zu landen. Ich persönlich finde aber, dass es an der Zeit ist, dass ein Torwart diese Wahl gewinnt. Und Neuer hätte es umso mehr verdient, weil er auch einen neuen Stil verinnerlicht.

bundesliga.de: Inwiefern?

Hitzfeld: Er ist ein moderner Torhüter, der mitspielt, der als Libero hinter der Abwehr agiert. Er ist sowohl auf der Linie als auch beim Herauslaufen perfekt. Er ist technisch stark und er verlagert das Spiel sehr gut. Er ist ein Torwart, den es bisher noch nie gab. Er sorgt dafür, dass das Torwartspiel eine neue Dimension erreicht hat. Dementsprechend hat er bei dieser Wahl berechtigte Chancen.

bundesliga.de: Hätten Sie Manuel Neuer gern als Trainer gehabt?

Hitzfeld: Ich war sehr glücklich jahrelang mit einem Torwart wie Oliver Kahn zu arbeiten. Er war auch der Beste der Welt auf seiner Position, er war insbesondere auf der Linie bärenstark und hat über Weltklasse-Reflexe verfügt.

"Eine Ehre, unter den letzten Drei zu stehen"