Christian Gentner macht das 1:1 gegen Hamburg, danach zeigt der VfB starke Nerven
Christian Gentner macht das 1:1 gegen Hamburg, danach zeigt der VfB starke Nerven
Bundesliga

VfB Stuttgart: Optimistisches Zittern am Neckar

Stuttgart - Stark gespielt. Den HSV besiegt (Spielbericht). Und dennoch weiter Nerven-Krimi. Der VfB Stuttgart braucht in Paderborn wohl einen Sieg. Das wissen sie am Neckar – sind aber mehr als äußerst optimistisch.

Noch ist nichts erreicht

Der VfB Stuttgart hat wieder Spaß am Fußball. 35 Minuten waren gegen den Hamburger SV absolviert, Martin Harnik hatte die Seinen gerade mit 2:1 in Front gebracht, da war es an der Zeit für ein Tänzchen an der Eckfahne. Beinahe alle Akteure mit dem roten Brustring hatten sich versammelt und legten los mit dem "Affentanz" (Die Bilder des Spieltags). Hintergrund: Trainer Huub Stevens hatte seine Spieler unter der Woche im Training lautstark als "Affen" tituliert, eine emotionale Brandrede, die gegen einen schwachen Hamburger SV ihre positive Wirkung zeigte. "Wir sind doch alles erwachsene Männer", meinte der wieder einmal enorm laufstarke Kapitän Christian Gentner nach der Partie und lächelte. Es passt wieder bei den Schwaben – in der Mannschaft, auf dem Feld und auch das Verhältnis zum Trainer scheint intakt.

Der VfB Stuttgart ist mit dem immens wichtigen Sieg gegen den HSV und vor der abschließenden Partie in Paderborn auf Relegationsplatz 16 geklettert. Lediglich die überraschenden Siege der Freiburger gegen Bayern und von Hannover in Augsburg verhinderten eine noch rasantere sportliche Himmelsfahrt. So wirkten die Stuttgarter Akteure bei ihren Analysen am Samstagabend dann auch unisono ein wenig gedrückt. Denn alle wussten: Noch ist nichts erreicht. In Paderborn braucht es drei Punkte, das nächste und jetzt ultimative Endspiel wartet.