Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat in Abstimmung mit der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH die von DFB oder DFL gezahlte maximale Fördersumme für Fan-Projekte auf jeweils 60.000 Euro erhöht. Die Zahlung dieser Summe ist weiterhin an die gemeinsam mit Land und Kommune für die Unterstützung der Fan-Projekte vereinbarte Drittelfinanzierung geknüpft. Dies beschloss das DFB-Präsidium auf seiner Sitzung am Freitag in Frankfurt am Main.

Für die Saison 2008/09 finanzieren DFB und DFL insgesamt 39 Fan-Projekte in der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Regional- und Oberliga mit jeweils maximal 60.000 Euro. Dies ist - mit Ausnahme der Bundesliga - eine Erhöhung des jährlichen Betrages von etwa 100 Prozent. Bisher zahlte die DFL an die Fan-Projekte in der Bundesliga jeweils 51.130 Euro und in der 2. Bundesliga jeweils 30.678 Euro. Der DFB unterstützte Fan-Projekte in der Regionalliga und darunter bisher mit 25.565 Euro.

"Arbeit der Fan-Projekte sind wichtig"

"Mit dieser Entscheidung wollen wir betonen, wie wichtig uns die Arbeit der Fan-Projekte ist. Ihr sozialer und gesellschaftlicher Aspekt hat für uns eine enorm hohe Bedeutung, auch im Blick auf den gemeinsamen Kampf von DFB und DFL gegen Gewalt, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Wir wollen damit ein Signal setzen, das hoffentlich auch von der Politik richtig verstanden und aufgegriffen wird. Unser Wunsch ist es, dass nach dem heutigen Schluss auch die zuständigen Länder und Kommunen entsprechende Steigerungen ihres Anteils mittragen können, damit die positive Arbeit der Fan-Projekte in Zukunft noch effektiver werden kann. Immerhin wurde die maximale Fördersumme seit 15 Jahren nicht mehr erhöht. Mit der Anhebung des Zuschusses von DFB und DFL soll gewährleistet werden, dass für Personal- und Sachkosten der Fan-Projekte gemäß den aktuellen Anforderungen ausreichend Geld vorhanden ist", äußert DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger.

Darüber hinaus stellt er grundsätzlich fest: "Gerade Vereine mit einem problematischen Fan-Potenzial bedürfen nach einem Abstieg intensiverer Betreuung. Deshalb ist es für uns ganz entscheidend, dass wir in den unteren Klassen die Bezuschussung erheblich erhöht haben."

1993 entstanden

Die Fan-Projekte waren mit der Einführung des Nationalen Konzeptes Sport und Sicherheit Anfang des Jahres 1993 in Städten mit Bundesligavereinen entstanden, später auch in Städten mit Vereinen der 2. Bundesliga und der Regionalliga. Ein Ziel der Arbeit der Fan-Projekte ist es, durch präventive und sozialpädagogische Arbeit klare Akzente im Kampf gegen Gewalt und Rassismus im Fußball zu setzen und gefährlichen Entwicklungen in der Fan-Szene entgegen zu treten.

Die DFL in Bundesliga und 2. Bundesliga sowie der DFB ab der 3. Liga beteiligen sich an der Bezuschussung der Fan-Projekte mit einem Drittel der Gesamtsumme. Außerdem sind die Bundesländer und Kommunen, in deren Gebiet die jeweiligen Klubs angesiedelt sind, an der Drittelfinanzierung beteiligt.