München - Die Bundesligisten bereiten sich derzeit auf den Rückrundenstart am 20. Januar vor und überprüfen in Testspielen ihren aktuellen Leistungsstand. bundesliga.de fasst die Partien vom Samstag zusammen.

FC Bayern München - Al-Ahly Kairo 2:1

Auch das zweite Testspiel in der Rückrunden-Vorbereitung hat der FC Bayern gewonnen. Gegen Al-Ahly Kairo gab es einen 2:1-Erfolg. Einziger Wermutstropfen dabei war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Torjäger Mario Gomez (11.). Er klagte über "leichte Schmerzen im großen Zeh", seine Auswechslung war aber eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die etwa 8.000 Zuschauer im Al Rayyan Stadium sahen eine unterhaltsame Begegnung, in der Ivica Olic (31./90.+4 Minute) beide Treffer für den deutschen Rekordmeister erzielte. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich für den sechsmaligen CAF-Champions-League-Sieger sorgte Mohamad Barakat (49.) kurz nach dem Seitenwechsel. Kairo wusste die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes durchaus zu fordern.

"Wir arbeiten jeden Tag sehr intensiv, da wird das eine oder andere holprig werden. Die Spieler sind müde. Aber dafür ist die Vorbereitung da. Man muss versuchen eine Formation zu finden, die in Gladbach beginnt", hatte Trainer Jupp Heynckes im Vorfeld der Partie gesagt. Deswegen hatte er bewusst auf Mittelfeldspieler Franck Ribery verzichtet, der in Gladbach rotgesperrt ist. Toni Kroos agierte deshalb links offensiv, Thomas Müller begann hinter den Spitzen. Trotz der intensiven Trainingsarbeit und frühen Verletzung von Gomez, für den Olic kam, agierten die Münchner von Beginn an druckvoll. Es dauerte aber bis zur 31. Minute, ehe Olic eine feine Kombination zwischen Arjen Robben und Toni Kroos aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung per Kopf abschloss. Kairo hatte fast keine Offensivaktionen, Bayern hätte zur Pause durchaus höher führen können.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Al-Ahly mit mehr Zug zum Tor - und nutzte eine Chance durch Barakat, der den heraus stürmenden Neuer aus 14 Metern zum 1:1-Ausgleich überwand. Danach nahm Heynckes diverse Wechsel vor, auch, um seine Spieler nach den Belastungen der letzten Tage vor möglichen Verletzungen zu bewahren. So nahm auch der Spielfluss auf Seiten ab, ohne dass die Bayern jedoch die Spielkontrolle verloren. Zwingende Chancen sprangen aber nicht mehr heraus. Bis zur Nachspielzeit, da nutzte Olic (90.+4) einen Fehler von Torhüter Ekramy zum Siegtreffer.

FC Bayern: Neuer - Boateng (72. Rafinha), Van Buyten, Badstuber, Lahm (81. Lahm) - Tymoshchuk (66. Luiz Gustavo), Schweinsteiger (70. Alaba) - Robben, Müller, Kroos (80. Pranjic) - Gomez (11. Olic)

Tore: 1:0 Olic (31.), 1:1 Barkat (49.), 2:1 Olic (90.+4)


1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach 2:3

Neuzugang Alexander Ring erwischte im ersten Spiel für seinen neuen Club einen Traumstart: Gerade einmal sieben Minuten waren gespielt, als Roman Neustädter vor 300 Zuschauern den Zugang von HJK Helsinki mit einem schönen Steilpass in Szene setzte. Ring lief allein auf Nürnbergs Torwart Rafael Schäfer zu und überlupfte diesen gekonnt zum 1:0. Drei weitere Minuten später bekam Ring erneut die Chance: Mike Hanke spielte den Ball von der rechten Strafraumgrenze quer auf Reus, der weiter durchwechselte auf Ring. Und der 20-Jährige fackelte nicht lang und schob sicher zum 2:0 ein.

Die Führung ging in Ordnung. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre kombinierte, so weit es die Platzverhältnisse zuließen, gefällig und schnell durchs Mittelfeld. Nach einer halben Stunde kamen die Nürnberger aber besser ins Spiel. Ein Konter über Christian Eigler landete vor den Füßen von Markus Feulner, der sofort abzog - doch Marc-Andre ter Stegen konnte klären (32.). Mit dem immer tiefer werdenden Platz kamen die Nürnberger in dieser Spielphase besser zurecht, nach schönem Zuspiel von Timothy Chandler zog Eigler ab, doch wieder war ter Stegen zur Stelle (42.). Doch mit dem Halbzeitpfiff fiel dann doch noch der Anschlusstreffer zum 2:1: Markus Feulner schlug einen weiten Freistoß auf Dominic Maroh, der relativ frei einköpfen konnte (45.).

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie ein wenig, erst nach einer Viertelstunde gab es wieder Torraumszenen. Nach einigen Gladbacher Gelegenheiten war auch Nürnberg weiter gefährlich, in der 77. Minute köpfte Philipp Wollscheidt nach einem Freistoß nur knapp daneben. Die Partie war fast vorüber, als Igor de Camargo im Strafraum einen Schubser abbekam. Dante verwandelte zum 3:1 (90.). Kurz vor Schluss wurde erneut de Camargo im Strafraum gelegt. Der Schiedsrichter gab FCN-Verteidiger Maroh die Rote Karte, de Camargo setzte den Strafstoß aber an den Pfosten. Das Spiel war jedoch immer noch nicht vorbei. Alexander Esswein zwang ter Stegen zu einer Parade, im Nachsetzen verkürzte Julian Wießmeier zum 3:2-Endstand. Zwei Tore im ersten Spiel - klar, dass Alexander Ring ein gefragter Mann war. "Ja, das war natürlich ein guter Einstand", sagte der Finne. "Aber es gibt noch viel zu verbessern."

Borussia (1. Halbzeit): ter Stegen - Zimmermann, Brouwers, Stranzl, Korb - Neustädter, Marx - Younes, Ring - Reus, Hanke

Borussia (2. Halbzeit): ter Stegen - Jantschke, Dams, Dante, Wendt - Cigerci, Nordtveit - Herrmann, Otsu - Leckie, de Camargo

Nürnberg: Schäfer - Feulner (61. Wießmeier), Maroh, Wollscheid, Hlousek (70. Mak) - Chandler, Hegeler (61. Mendler), Simons, Didavi (46. Plattenhardt) - Eigler, Pekhart (61. Esswein)

Tore: 0:1 Ring (6.), 0:2 Ring (15.), 1:2 Maroh (45.), 1:3 Dante (89., Foulelfmeter), 2:3 Wießmeier (90.+4)


Standard Lüttich - Borussia Dortmund 0:3

Das Duell gegen den zehnmaligen belgischen Meister (zuletzt 2009) und amtierenden Pokalsieger bestritten beide Teams "aus vollem Training", und so war das Tempo vor 400 Zuschauern nur in Phasen hoch. So in der 27. Minute, als der BVB nach einem abgewehrten Eckball blitzschnell umschaltete. "Kuba" setzte Mohamed Zidan in Szene, der aus 16 Metern aber zunächst an Torhüter Moris scheiterte. "Kuba" setzte nach, passte von der Außenlinie zurück auf Barrios, doch auch er scheiterte am 21-Jährigen im Kasten der Belgier, der aber bei Nachschuss Nummer zwei chancenlos war: Zidan drückte den Abpraller über die Linie. Die Führung zur Pause war verdient, denn es gab es kaum gute Szenen für die Belgier. Auf der anderen Seite zwang Zidan Moris zu einer Parade (15.) und Perisic schoss eine "Kuba"-Flanke volley am Tor vorbei (38.).

Neben Langerak, der mit einer Bauchmuskelzerrung zwei Wochen ausfällt, fehlten die Rekonvaleszenten Mario Götze, Sebastian Kehl, Felipe Santana, Ilkay Gündogan und Julian Koch, außerdem bekam Lukasz Piszczek eine Pause. Zur Pause wechselte Klopp fast komplett. Der BVB blieb weiter am Drücker: nach Foul an Le Tallec gab es Elfmeter für die Borussia: Subotic verwandelte sicher zum 2:0 (52.).

"Gegen einen Gegner, der immerhin noch in der Europa League spielt, sah das richtig gut aus", sagte Klopp und hob die Leistung von Rückkehrer Subotic hervor: "Jede Minute hat ihm gut getan. Dass er direkt wieder in die Kopfballduelle geht, spricht für seinen Charakter. Das würde nicht jeder machen." Den Schlusspunkt setzte Robert Lewandowski in der 84. Minute: Le Tallec war auf links durchgebrochen, doch statt den Abschluss zu suchen, flankte er uneigennützig in die Mitte. Lewandowski nahm den Ball mit rechts an, bugsierte ihn auf den linken Fuß und lupfte ihn aufreizend lässig zum 3:0-Endstand ins Tor.

BVB (1. Halbzeit): Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Hummels, Löwe - Leitner, da Silva - Blaszczykowski, Zidan, Perisic - Barrios

BVB (2. Halbzeit): Alomerovic - Owomoyela (58. Kringe), Subotic, Hornschuh, Schmelzer - Bakalorz, Bender - Le Tallec, Kagawa, Großkreutz - Lewandowski

Tore: 0:1 Zidan (26.), 0:2 Subotic (52., Foulelfmeter), 0:3 Lewandowski (84.)


FC Schalke 04 - "Team of Qatar Army" 4:0

Die "Knappen" haben im ersten Spiel des Jahres einen Sieg eingefahren. In Al-Khor bezwang das Team von Cheftrainer Huub Stevens das Team of Qatar Army mit 4:0. Die Schalker Treffer fielen allesamt nach der Pause. Teemu Pukki, Kyriakos Papadopoulos und Ciprian Marica trafen trotz erschwerter Bedingungen in die Maschen. Nach 77 Minuten wurde die Partie wegen starken Nebels frühzeitig abgepfiffen. Das Team of Qatar Army ist die Militär-Nationalmannschaft des Wüstenstaats. Regelmäßig schaffen Spieler aus dem Team den Sprung in die erste nationale Liga. Bei den "Königsblauen" - die in Ultrabeauty aufliefen - gab Winterpausen-Neuzugang Chinedu Obasi sein Debüt in der Startelf. Im zweiten Spielabschnitt feierte Tim Hoogland nach langer Verletzungspause sein Comeback.

S04 war von Beginn an das Spiel bestimmende Team vor 250 Zuschauern. Das erste Tor ließ aber lange auf sich warten. Klaas-Jan Huntelaar (6.), und Jose Manuel Jurado (23.) vergaben die besten Möglichkeiten. Langsam, aber sicher wurde die Sicht auf dem Spielfeld immer schlechter - phasenweise lag sie bei unter 50 Metern. Die nächste Möglichkeit ging auf das Konto von Sergio Escudero (37.), Obasi (41., Lattentreffer) und Höger (44.) vergaben danach erneut. In der Halbzeit wechselte Schalke elf Mal - einer der frischen Spieler war Pukki, der sofort ein Ausrufezeichen setzte. Nach einem Pass von Draxler in die Spitze zog der Finne in den Sechzehner und schloss zum 1:0 ins linke Eck ab (47.). Nur sechs Minuten später erhöhte Papadopoulos auf 2:0. Der aufgerückte Innenverteidiger nickte eine Rechtsflanke von Alexander Baumjohann in die Maschen.

Nun lief es bei den "Knappen". Denn in der 56. Minute ließ Pukki das 3:0 folgen. Die Vorarbeit zu dem Treffer lieferte Ciprian Marica. Wenig später trug sich der Rumäne dann selbst in die Torschützenliste ein, der Stürmer traf aus kurzer Distanz zum 4:0 (65.). In den Folgeminuten hatte der S04 weitere gute Chancen, es blieb aber beim 4:0. In der 77. Minute pfiff Schiedsrichter Stephan Klossner aus der Schweiz schließlich ab: "Es blieb keine andere Möglichkeit, als das Spiel abzubrechen", sagte der Referee. "Man konnte von der Mittelinie nicht mehr bis zum Tor sehen".

Schalke, 1. Halbzeit: Unnerstall - Uchida, Metzelder, Matip, Fuchs - Höger - Jurado, Raul Escudero - Obasi, Huntelaar

Schalke, 2. Halbzeit: Hildebrand - Hoogland, Papadopoulos, Höwedes, Sarpei - Moritz - Draxler, Baumjohann, Kolasinac - Pukki, Marica

Tore: 0:1 Pukki (47.), 0:2 Papadopoulos (53.), 0:3 Pukki (56.), 0:4 Marica (65.)


FC Ingolstadt - FC Augsburg 1:1

Zum zweiten Mal standen sich die Teams in dieser Saison in einem Testspiel gegenüber. Nachdem im September in Augsburg gespielt wurde (der FCA siegte 3:0), trafen sich beide Teams am Samstag auf der Sportanlage des BSV Neuburg an der Donau. Es war für beide Clubs der erste Test in der Vorbereitung.

FCA-Trainer Jos Luhukay wollte in diesem Test vielen Spielern Spielpraxis geben. So konnte er nach ihren Verletzungspausen unter anderem wieder auf Torhüter Simon Jentzsch sowie die Feldspieler Sebastian Langkamp und Marcel Ndjeng zurückgreifen, die auch in der Startelf aufliefen. Beim FCA fehlten noch die verletzten Axel Bellinghausen, Dawda Bah, Jonas de Roeck, Ioannis Gelios sowie Neuzugang Jan Moravek, der in der kommenden Woche das Mannschaftstraining aufnehmen kann.

Die rund 600 Zuschauer sahen in der ersten Hälfte keine Tore. Das änderte sich aber kurz nach dem Seitenwechsel, als Kapllani in der 47. Minute der Führungstreffer für den FCA gelang. Luhukay hatte zur Pause alle Feldspieler ausgetauscht. Bei nasskaltem Wetter gelang Ingolstadt rund eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff noch der Ausgleichstreffer durch Kristoffer Andersen. So machten sich die FCA-Profis dann mit einem 1:1-Remis auf den Weg nach Augsburg zur vereinsinternen Neujahrsparty.

FC Augsburg (1. Halbzeit): Jentzsch - Verhaegh, Langkamp, de Jong, Callsen-Bracker - Hosogai, Baier, Werner, Ndjeng, Hain - Mölders

FC Augsburg (2. Halbzeit): Jentzsch - Sankoh, Reinhardt, Sinkala, Davids - Brinkmann, Gogia, Nebel, Thiede - Oehrl, Kapllani

Tore: 1:0 Kapllani (47.), 1:1 Andersen (76.)


SC Freiburg - KV Mechelen 1:0

Gegen den belgische Erstligisten KV Mechelen siegten die Breisgauer in der Nähe von Cadiz 1:0 - und bescherten dem neuen SC-Cheftrainer Christian Streich ein erstes Erfolgserlebnis. Dabei waren auch die beiden Neuzugänge Michael Lumb und Fallou Diagne, die gegen den belgischen Tabellenzehnten ihren ersten Teileinsätze für den SC absolvierten.

Der Däne Lumb konnte dabei links hinten eine solide Leistung abrufen, obwohl ihm Spielpraxis fehlt und er aufgrund der Winterpause in Russland zuletzt auch nicht trainieren konnte. Nach 45 Minuten war für ihn Schluss, dann durfte Diagne ran.
Auch er hinterließ angesichts der kurzen Zeit, die er beim SC-Team ist, einen guten Eindruck. Besonders auffällig war, wie der 22-Jährige in der Innenverteidgung bereits dirigierte und trotz Sprachbarriere verbalen Kontakt zu seinen Kollegen hielt.

Den Siegtreffer für die Freiburger erzielte allerdings ein anderer. Matthias Ginter, mit 17 Jahren der jüngst im Team, traf per Foulelfmeter, nachdem ihn der belgische Torwart zuvor von den Beinen geholt hatte (67.). SC-Trainer Christian Streich zeigte sich anschließend zufrieden, lobte Engagement und Achtsamkeit seiner Akteure. Schon in Halbzeit eins hatte Freiburg ein klares Chancenplus auf seiner Seite, in den zweiten 45 Minuten verflachte die Partie etwas.

Tor: 1:0 Ginter (60., Foulelfmeter)

SC Freiburg: Baumann (46. Batz), Hinkel (46. Sorg), Höhn, Krmas (46. Diagne), Lumb (46. Lorenzoni), Flum, Makiadi (61. Ginter), Schmid, Putsila (61. Bickel), Caligiuri (61. Brandstetter), Reisinger (46. Jendrisek).



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