Vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger und Tabellenführer 1899 Hoffenheim hat sich die personelle Lage bei Bayer 04 Leverkusen noch einmal verschlechtert. Rechtsverteidiger Gonzalo Castro fällt mit einem Muskelfaserriss aus.

Die Liste mit den Verletzten Schneider, Sinkiewicz, Sarpei, Gresko und Adler (absolvierte am Donnerstag ein lockeres Balltraining) hat noch einmal Zuwachs bekommen. "Das ist ein herber Verlust, weil er in Stuttgart eine ordentliche Leistung gezeigt hat. Aber so ist nun und wir müssen das so hinnehmen", sagt Cheftrainer Bruno Labbadia zum erneuten Ausfall eines wichtigen Spielers.

Viel Positives in Stuttgart

Nun geht das Trainergespann um Labbadia bis Samstag verschiedene Optionen für die rechte Abwehrseite durch. Als Ersatzmänner für Castro kommen dabei Schwegler, Henrique und Barnetta in Frage. Bei Neuzugang Michal Kadlec, der am Donnerstag das erste Mal mit seinen neuen Kollegen trainierte, müssen noch letzte Details geklärt werden, damit er am Samstag bereits spielberechtigt ist.

Trotz des Ausfalls von Castro geht Bayer 04 selbstbewusst ins zweite Heimspiel der Saison. Der Sieg in Stuttgart hat für eine breite Brust gesorgt, schließlich habe es in diesem Spiel mehrere positive Aspekte gegeben, sagt Bruno Labbadia: "Erfreulich waren natürlich die drei Punkte und die Art und Weise, wie wir sie erspielt haben. Wir haben viele Dinge aus dem Dortmund-Spiel fortgesetzt und waren konsequenter. Trotzdem haben wir durch individuelle Fehler noch immer viele Chancen zugelassen."

Lob für Modell Hoffenheim

Genau hier habe man im Training und bei der Videoanalyse den Schwerpunkt gesetzt, damit die Fehler gegen Hoffenheim noch weiter minimiert werden. Vor dem Duell mit dem aktuellen Tabellenführer und einzigen Verein, der noch kein Gegentor kassiert hat, lobt Labbadia das dortige Modell: "Der Verein hat einen tollen Unterbau und sensationelle Strukturen geschaffen. Zum Einen haben sie das sicher durch Geld, aber anderseits auch durch gute Mitarbeiter geschafft."

Für den Bayer 04-Coach ist es daher auch keine Überraschung, dass das Team von Trainer Ralf Rangnick in den ersten beiden Spielen die volle Punktausbeute ergattern konnte. "Sie werden noch oft punkten, aber nicht am Samstag", sieht sich Labbadia jedoch nicht als Außenseiter: "Es wird ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind Bayer Leverkusen und wir spielen zuhause."