Wiedergutmachung hatte der 1. FC Köln nach der bitteren 0:4-Heimpleite gegen Hoffenheim angekündigt.

Mit Blick auf die Punkteausbeute im rewirpowerSTADION gelang die Rehabilitation allerdings nur in Ansätzen. Trotz einer engagierten Leistung reichte es nur zu einem 0:0.

Die Spieler zeigten sich enttäuscht. "Ein Punkt war zu wenig gegen Bochum. Wir hätten gewinnen müssen. Eine Leistungssteigerung war trotzdem deutlich zu erkennen, darauf müssen wir aufbauen", analysierte Abwehrspieler Christopher Schorch.

"Dürfen uns zuhause nicht verstecken"

Auch Kölns Trainer Zvonimir Soldo betonte die positiven Aspekte: "Wenn wir immer so engagiert spielen mit diesem hundertprozentigen Einsatz, können wir gegen jeden Gegner bestehen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie die Qualität dazu hat."

An die Leistung in Bochum müssen die Kölner auch in den kommenden Spielen anknüpfen, wenn sie zur Winterpause das untere Tabellendrittel verlassen wollen. Drei Spieltage vor Ende der Hinrunde nimmt der FC mit 13 Punkten den 14. Tabellenplatz ein.

"Wir müssen mehr Konsequenz in unser Spiel bekommen und brauchen uns nicht verstecken. Wir haben Riesen-Namen in unserer Truppe, von denen auch gerade die jungen Spieler noch viel lernen können", betonte Schorch. "Wir dürfen uns zuhause nicht verstecken. Wir haben tolle Fans im Rücken und die wollen eine gute Mannschaft sehen. Ein Team, das ohne Angst einfach drauflosspielt."

Erst Bremen, dann Gegner auf Augenhöhe

Allerdings wartet nun mit Werder Bremen ein Top-Gegner in Top-Form auf die Domstädter, der seit 21 Pflichtspielen nicht mehr verloren hat. Die Bilanz gegen die Hanseaten ist ausgeglichen. Im letzten Heimspiel konnten sich die Kölner sogar mit 1:0 durchsetzen.

Auf einen "Dreier" hofft auch Schorch am Sonntag im RheinEnergieStadion: "Wir können noch maximal neun Punkte bis zur Pause holen und das ist auch ganz klar unser Ziel." Am 16. und 17. Spieltag kommt es für die "Geißböcke" in Freiburg und zuhause gegen Nürnberg erneut zu Duellen mit Gegnern auf Augenhöhe.

Vera Schmidt